Trump-Regierung stellt Biden Glückwunschtelegramme nicht zu

    Keystone-SDA
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    USA,

    Dem neugewählte US-Präsident Joe Biden wurde von Staatschefs aus der ganzen Welt gratuliert. Doch die Trump-Regierung hält die Glückwunschtelegramme zurück.

    donald trump
    Donald Trump, noch Präsident der USA, will die Glückwünsche an den Wahlsieger nicht zustellen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Joe Biden erhält keine Glückwunschtelegramme von anderen Staatschefs.
    • Die Trump-Administration hält diese noch zurück und anerkennt Bidens Wahlsieg nicht an.

    Der gewählte US-Präsident Joe Biden kann einem Medienbericht zufolge wegen des Widerstands von Amtsinhaber Donald Trump bei der Regierungsübergabe auch einen ganzen Stapel an Glückwunschtelegrammen nicht entgegennehmen.

    Im US-Aussenministerium befände sich an Biden gerichtete Post von ausländischen Staats- und Regierungschefs, doch der Zugang dazu bleibe ihm verwehrt, berichtete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf Beamte des Ministeriums. Bislang wird Biden die gesetzlich vorgesehene Unterstützung für eine geordnete Amtsübergabe von Trumps Regierung verwehrt.

    Anruf von Merkel ohne Hilfe

    Auch Anrufe mit Glückwünschen zu seinem Wahlsieg, darunter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, musste Bidens Team demnach bislang ohne die Unterstützung des Aussenamts bei Logistik und Übersetzung entgegennehmen.

    Traditionell wird der gewählte US-Präsident bei der gesamten Kommunikation vom US-Aussenministerium unterstützt, daher hätten zahlreiche Länder ihre Glückwunschtelegramme seit dem Wochenende dorthin zugestellt.

    Joe Biden Angela Merkel
    Angela Merkle hat Joe Biden per Telefon persönlich zum Wahlsieg gratuliert. - dpa

    Biden war am Samstag aufgrund von Erhebungen und Prognosen von US-Medien zum Sieger erklärt worden. Allerdings weigert sich Trump bislang, seine Niederlage einzugestehen. Er spricht - ohne bisher Beweise vorzulegen - von Wahlbetrug und klagt in mehreren US-Bundesstaaten.

    Auch Chefdiplomat Mike Pompeo erkannte Bidens Sieg bisher nicht an. Stattdessen sprach er von einem «reibungslosen Übergang zu einer zweiten Trump-Regierung.»

    Mike Pompeo Iran-Konflikt Flaggen
    Mike Pompeo während einer Konferenz. (Archivbild) - Keystone

    Durch diesen Widerstand fehlen Bidens Team Millionen US-Dollar sowie der Zugang zu allen Ministerien und Behörden, um dort den Übergang vorzubereiten. Auch vertrauliche Informationen der Geheimdienste erhält der Demokrat bisher nicht.

    Unterstützung für Biden von Republikanern

    Dies müsse sich ändern, sagte der republikanische Senator James Lankford, der den US-Bundesstaat Oklahoma vertritt, in einem Radiointerview mit dem Sender KRMG. Sollte Biden bis Freitag keine Geheimdienst-Briefings erhalten, werde er sich dafür stark machen, kündigte der Politiker an, der Mitglied eines entsprechenden Aufsichtssausschusses des Senats ist.

    Supreme Court Barrett
    Senator James Lankford mit der neuen Supreme Court Richterin Barret. - keystone

    Dies müsse geschehen, damit alle Menschen - unabhängig vom Wahlergebnis und egal in welche Richtung es gehen werde - auf diese Aufgabe vorbereitet seien, sagte Lankford. Eine geordnete Übergabe gilt als wichtig, um sicherzustellen, dass der neue Präsident ab dem ersten Tag voll handlungsfähig ist.

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