Donald Trump Jr.‘s Ex deutete Sturz von Regierung an
Kimberly Guilfoyle, US-Botschafterin in Griechenland und Ex von Donald Trump Jr., soll bei einem Dinner den Sturz der rumänischen Regierung angedeutet haben.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Botschafterin Guilfoyle soll den Sturz der rumänischen Regierung angedeutet haben.
- Am 5. Mai stürzte Rumäniens Regierung über ein Misstrauensvotum der PSD und AUR.
- Hintergrund sind offenbar US-Interessen beim Verkauf von Flüssiggas nach Europa.
Kimberly Guilfoyle (56) sorgt für Wirbel. Die Ex-Verlobte von Donald Trump Jr. (48) ist heute US-Botschafterin in Athen. Laut dem «Wall Street Journal» soll sie bei einem Abendessen im März den Sturz der rumänischen Regierung angedeutet haben.
Guilfoyle sass damals mit dem griechischen Energieminister Stavros Papastavrou am Tisch. Dabei soll sie über die damals noch bevorstehende Ablösung der Regierung in Bukarest gesprochen haben. Sie liess eine Beteiligung Washingtons durchblicken.
«Wir können das in jedem Land tun, in dem wir wollen», soll sie gesagt haben. «Auch hier.»
Das «WSJ» beruft sich auf einen Zeugen, der beim Gespräch dabei war. Demnach reagierte Papastavrou konsterniert. Er habe eingewandt, die USA könnten nicht einfach eine gewählte Regierung beseitigen.
Misstrauensvotum in Rumänien
Im Artikel geht es eigentlich um die Beziehung zwischen Guilfoyle und einem Lobbyisten eines griechischen Bau- und Energieunternehmens. Dieser begleite sie auf Reisen durch Südosteuropa. Dort habe sie unter anderem für den Kauf von US-Flüssiggas (LNG) geworben.
Die Szene beim Dinner macht nur einen kleinen Teil des Textes aus. Sie birgt aber besonders viel Sprengkraft. Denn die Ereignisse scheinen Guilfoyles Aussage zu bestätigen: Am 5. Mai stürzte die Regierung des proeuropäischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan über ein Misstrauensvotum.
Am 31. März soll sich Guilfoyle in Bukarest mit der Spitze der Sozialdemokratischen Partei (PSD) getroffen haben. Kurz darauf brachte die PSD gemeinsam mit der rechtsextremen AUR den Misstrauensantrag ein. Dabei war sie zuvor selbst Teil von Bolojans Koalition.
Hintergrund soll Bolojans Weigerung gewesen sein, überteuertes US-Flüssiggas zu kaufen. Ein früherer PSD-Energieminister gilt hingegen als starker Befürworter eines solchen Geschäfts.
Anwalt weist Darstellung zurück
Ob und wie Guilfoyle beim PDS-Treffen nachgeholfen hat, um die rumänische Regierung zu Fall zu bringen, ist bis jetzt offen. Vor allem in Rumänien selbst wird darüber spekuliert.
Für Diskussionen sorgt auch das Abendessen in Athen. Dort hatte Guilfoyle den bevorstehenden Sturz der Regierung offenbar schon vorab angekündigt. Ihr Anwalt weist die Darstellung des «WSJ» inzwischen zurück.
Von Fox News über Donald Trump nach Athen
Guilfoyle ist ehemalige Staatsanwältin und war Moderatorin bei Fox News, dem Lieblingssender von US-Präsident Donald Trump. Von 2001 bis 2006 war sie mit Gavin Newsom verheiratet.
Er wurde 2003 Bürgermeister von San Francisco und ist heute demokratischer Gouverneur von Kalifornien. Newsom gehört mittlerweile zu Trumps schärfsten Widersachern.
2022 gab Guilfoyle die Verlobung mit Donald Trump Jr. bekannt. 2024 machte das Paar seine Trennung öffentlich. Kurz danach wurde sie zur Botschafterin in Athen ernannt.
US-Aussenminister Marco Rubio nannte sie einmal «unglaublich effektiv für die Agenda von Donald Trump».



















