Gruppenvergewaltigung an US-Elite-Uni: Opfer wird bedroht
An einer US-Uni soll es 2024 zu einer Gruppenvergewaltigung gekommen sein. Das mutmassliche Opfer wird offenbar unter Druck gesetzt, die Klage fallen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Ex-Studentin einer US-Eliteuni wirft sieben ihrer damaligen Mitstudenten vor, sie 2024 vergewaltigt zu haben.
- Ihr Anwalt berichtet nun von Drohungen gegen die Klägerin und sich selbst.
- Die Drohungen zielen offenbar darauf ab, dass sie die Zivilklage zurückzieht.
Eine ehemalige Studentin aus dem US-Bundesstaat New York wirft sieben Mitstudierenden vor, sie im Oktober 2024 vergewaltigt zu haben.
Ihre damaligen Kommilitonen der Cornell University sollen sie in einem Verbindungshaus unter Drogen gesetzt und über Stunden vergewaltigt haben.
Wie der Anwalt der unter dem Pseudonym «Jane Doe» bekannten Frau nun berichtet, soll sie jetzt Drohungen erhalten haben.
Gegenüber dem Sender «CNN» sagte der Anwalt Thomas Giuffra, gegen Jane Doe seien «zahlreiche Drohungen» ausgesprochen worden. Auch Giuffra selbst sei bedroht worden.
Sollte sie ihre Zivilklage nicht zurückziehen, so die Drohungen, werde Jane Doe zum Schweigen gebracht und ihr werde Schaden zugefügt. Der Anwalt reagierte mit einer klaren Antwort: «Ich habe keine Angst vor diesen Leuten.»
Zudem verurteilt er die Drohungen und Beschimpfungen der Angeklagten, um sich zu schützen, scharf: «Diese Typen sind widerlich. Sie sollten im Keller ihrer Mutter bleiben und sich aus der Welt heraushalten.»
Der Präsident der Universität meldet sich zum Vorfall
Auch der Präsident der Cornell-Universität Michael Kotlikoff meldete sich zu Wort. Am Samstag kündigte er in einer Videobotschaft an, die Universität werde die Rolle von Studentenverbindungen auf dem Campus untersuchen.
Zuvor hatte es heftige Proteste gegeben bezüglich des Umgangs der Hochschule mit den Vergewaltigungsvorwürfen.
«Im besten Fall können diese Organisationen den Studierenden Freundschaft, Zugehörigkeit, Mentoring und ein starkes Gemeinschaftsgefühl bieten», sagte Kotlikoff.
Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe könne jedoch niemals die individuelle Verantwortung mindern.
Seit der Fall durch die jüngst eingereichte Zivilklage erneut untersucht wird, sorgt er weltweit für Fassungslosigkeit.
Nach dem Ereignis 2024 wurde nämlich niemand strafrechtlich verfolgt. Die damals verantwortlichen Staatsanwälte stehen deshalb nun in der Kritik.





















