Donald Trump sorgt sich wegen Staatsanwältin um «Cornell 7»
Eine Gruppenvergewaltigung an der Cornell-Universität in den USA sorgt weltweit für Empörung. Donald Trump sorgt sich derweil um die mutmasslichen Täter.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Vergewaltigungsfall der «Cornell 7» schockt aktuell die Welt.
- Nun will New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James ermitteln.
- Das passt Donald Trump nicht, er hat Mitleid mit den mutmasslichen Tätern.
Es löste weltweit Schockwellen aus: Im Oktober 2024 sollen sieben Studenten der Cornell-Universität in den USA stundenlang eine 20-jährige Studentin vergewaltigt haben.
Nur: Obwohl die Studentin den Vorfall bereits kurze Zeit später meldete, unternahm die Universität keine adäquaten Schritte. Auch erhob die zuständige Staatsanwaltschaft bis heute keine Anklage.
Stattdessen sollen die sieben Studenten nur durch einen Aufsatz bestraft worden sein, den sie hätten verfassen müssen.

Das sorgt international für Bestürzung und einen Aufschrei. Nun will sich New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James als Sonderermittlerin mit dem Fall befassen.
«Keine faire Chance» für Vergewaltiger?
Das schmeckt US-Präsident Donald Trump überhaupt nicht.
Zur Untersuchung gegen die «Cornell 7» erklärt wegen Staatsanwältin James: «Mir tun diejenigen leid, die von ihr untersucht werden, denn sie werden keine faire Chance bekommen.»

Mitleid mit den mutmasslichen Tätern also, statt mit dem Vergewaltigungsopfer. Das erklärt Trump gegenüber Reportern so: «Sie ist völlig korrupt.»
Donald Trump und Staatsanwältin haben Zoff
Denn: James hatte sich einen Namen gemacht, als sie die Geschäftspraktiken der «Trump Organization» untersuchte.
Damals – in Donald Trumps erster Amtszeit – warf sie dem US-Präsidenten und seinen zwei ältesten Söhnen unlautere Geschäfte vor. Demnach hätten sie den Wert eines Immobiliengeschäfts künstlich in die Höhe getrieben, hiess es damals.
Vor Gericht bekam James erstinstanzlich recht – und erwirkte eine Strafe von 454 Millionen US-Dollar. 2025 wurde das Urteil von einem Berufungsgericht jedoch wieder einkassiert. Seither liegen die Staatsanwältin und Donald Trump im Clinch.
Selbst das US-Justizministerium wurde kurz nach der Urteils-Aufhebung 2025 gegen Letitia James aktiv und beschuldigte sie des Bankbetrugs. Doch: Ein Bundesrichter wies die Anklage zurück.
















