Spekulationen: Tritt Donald Trump nach Niederlage frühzeitig zurück?
Nach der Niederlage bei den Midterms steht Donald Trump unter Druck. Nun wird über einen vorzeitigen Rücktritt und ein mögliches Machtmanöver spekuliert.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach der Midterms-Niederlage gerät Donald Trump politisch unter Druck.
- Die Demokraten wollen seine Regierung genauer untersuchen.
- Nun wird über einen vorzeitigen Rücktritt und ein mögliches Machtmanöver zugunsten von JD Vance spekuliert.
Nach der Niederlage bei den Midterms steht Donald Trump unter Druck. Ein US-Meinungsforscher hält sogar einen vorzeitigen Rücktritt für denkbar. Dahinter könnte politisches Kalkül stecken.
Ab Januar dürfte Donald Trump mit einer stärkeren Opposition im Kongress konfrontiert sein.
Die Demokraten können die Regierung künftig intensiver kontrollieren und Untersuchungen einleiten. Dabei könnten auch mögliche Verfehlungen und finanzielle Verbindungen im Umfeld des Präsidenten ins Visier geraten.
«Würde mich nicht überraschen»
Der bekannte US-Meinungsforscher Nate Silver hält deshalb einen vorzeitigen Rücktritt Trumps für möglich. In einem Podcast sagt er, Trump könnte einen Vorwand finden, um sein Amt aufzugeben. Der Präsident könnte sich zunehmend isoliert fühlen und innenpolitisch an Einfluss verlieren.
Silver bezeichnet seine Einschätzung allerdings als eine Art «seltsame Intuition». Konkrete Hinweise auf Rücktrittspläne nennt er nicht.
Auch der Politologe Scott Erb hält einen solchen Schritt für denkbar. Gegenüber der «Bild» sagt er: «Es würde mich nicht überraschen, wenn Präsident Trump aus Frust über seinen Machtverlust irgendwann im kommenden Jahr zurücktritt.»
Trump könnte aus Frustration über den Machtverlust und die zunehmenden politischen Schwierigkeiten aufgeben.
Falls Donald Trump zurücktritt: Vance könnte profitieren
Ein Rücktritt hätte unmittelbare Folgen für die Machtverhältnisse in den USA. Vizepräsident JD Vance würde automatisch das Präsidentenamt übernehmen. Damit könnte er sich frühzeitig als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028 positionieren.
Nate Silver sieht darin auch ein mögliches politisches Kalkül. Als amtierender Präsident hätte Vance bei der nächsten Wahl einen Vorteil. Ein vorzeitiger Rücktritt könnte den Republikanern somit helfen, ihre Chancen für 2028 zu verbessern.
Silver zieht Parallelen zu den Midterms 2006. Damals verloren die Republikaner unter Präsident George W. Bush ihre Mehrheit im Kongress.
Auch Bush hatte zu diesem Zeitpunkt schlechte Umfragewerte. Zwei Jahre später gewann Barack Obama die Präsidentschaftswahl.
Ob Trump tatsächlich einen Rücktritt erwägt, ist nicht bekannt. Konkrete Hinweise auf entsprechende Pläne gibt es bisher nicht.



















