Nach der Wahlpleite: Vance geht auf Distanz zu Trumps Krieg
JD Vance macht Trumps Iran-Krieg für die Wahlniederlage der Republikaner verantwortlich. Der Präsident verteidigt den Krieg weiterhin.

US-Vizepräsident JD Vance sieht den Iran-Krieg als Grund für die Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen, berichtet der «Tagesspiegel». Das erklärte er am Mittwoch in einem langen Beitrag im Onlinedienst X und bezog sich offenbar auf Trumps Aussage.
Der Präsident hatte im Sender Fox News eingeräumt, dass der Iran-Krieg bei der Wahlpleite seiner Partei eine Rolle gespielt habe. Er sagte dazu wörtlich: «Ich denke, ein Teil davon war Iran», wie der «Tagesspiegel» weiter schreibt.
Eine persönliche Verantwortung für das schlechte Abschneiden der Republikaner bestreitet Trump auf Nachfrage einer Reporterin. «Wenn ich auf dem Stimmzettel gestanden hätte, hätten wir gewonnen», sagte er.
Trumps Reaktion auf Vances Analyse
Trump wurde wenig später auf die Analyse seines Vizepräsidenten angesprochen, wie «web.de» über den Auftritt berichtet. Er sagte, die Analyse stimme grösstenteils, beim Krieg selbst würde er jedoch nichts anderes tun.
Der Iran dürfe keine Atomwaffe besitzen, begründete Trump seine unveränderte Haltung zum Krieg. «Web.de» beschreibt den indirekten Austausch zwischen Präsident und Vizepräsident als eine Art Ferndiskussion.
Die Republikaner verloren die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat. Das werde Trumps Regieren in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit stark erschweren, schreibt das Portal.
Vances frühere Skepsis
Nach dem Sieg der Demokraten am Dienstag erklärte Trump überraschend, er erkenne das Wahlergebnis an, meldet «Yahoo Nachrichten».

Berichten zufolge stand Vance dem von Trump begonnenen Krieg bereits in der Vergangenheit skeptisch gegenüber.
Den Krieg könne er jederzeit beenden, sagte Trump bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahlniederlage, schreibt der «Tagesspiegel». Das Abschneiden der Republikaner hänge grösstenteils mit gestiegenen Benzinpreisen durch den Krieg zusammen, so Trump.
















