Midterms stellen Demokraten vor Bewährungsprobe
Die Demokraten erobern bei den Midterms Repräsentantenhaus und Senat. Nun müssen sie die Erwartungen der Wähler erfüllen.

Die Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses gewonnen, berichtet die «WirtschaftsWoche». Sie kommen demnach auf mindestens 218 Sitze im Repräsentantenhaus und auf 51 Sitze im Senat.
Der Demokrat James Talarico gewann laut «ZDFheute» die Senatswahl im traditionell republikanischen Bundesstaat Texas. Der Sitz geht damit erstmals seit 1988 wieder an einen Demokraten, wie der Sender meldet.
Laut dem «SRF» legten die Demokraten im Vergleich zu 2024 bei Hispanics, jungen und einkommensschwächeren Wählern besonders stark zu. Zum Teil dieselben Gruppen hatten vor zwei Jahren Donald Trumps Rückkehr ins Weisse Haus ermöglicht.
Midterms als Auftrag der Wähler
Hakeem Jeffries, der ranghöchste Demokrat im Repräsentantenhaus, führt den Wahlerfolg auf das Thema Lebenshaltungskosten zurück, berichtet das «SRF». Nun müsse die Partei laut Jeffries die Lebenshaltungskosten tatsächlich senken, sonst gingen die Gewinne schnell wieder verloren.
Laut dem US-Politikwissenschaftler Jack A. Goldstone haben die Wähler den Demokraten keinen Blankoscheck ausgestellt, schreibt «ZDFheute». Von der Partei erwarteten die Wähler nun spürbare Fortschritte bei Wohnen, Gesundheit, Bildung und den Lebenshaltungskosten.
Nach den Midterms können die Demokraten Gesetzgebung und Haushaltsplanung mitgestalten oder blockieren, schreibt die «WirtschaftsWoche». Ein Amtsenthebungsverfahren könnten sie einleiten, doch für eine Absetzung Trumps bräuchte es eine Zweidrittelmehrheit im Senat.
Richtungsstreit und Blick auf 2028
Die Gewinne in bisher republikanisch geprägten Bundesstaaten gingen auf moderate Kandidaten der Mitte zurück, berichtet das «SRF». Der linke Flügel gewann mit Abdul El-Sayed den Senatssitz in Michigan, verlor aber das Rennen in Florida.

Der Politikwissenschaftler Jack A. Goldstone rechnet laut «ZDFheute» nicht mit einem Kurswechsel im Weissen Haus. Trump werde weiter versuchen, per Dekret zu regieren, den Kongress zu umgehen und Untersuchungen zu blockieren.
Zu den Gewinnern der Midterms zählen laut dem «SRF» Jon Ossoff, Josh Shapiro und Andy Beshear. Offen bleibt laut der Analyse, welcher Parteiflügel die Demokraten bis zur Präsidentschaftswahl 2028 prägen wird.












