Republikaner eröffnet Weg für Trumps Grönland-Pläne
US-Präsident Trump drängt weiter auf Kontrolle über Grönland. Ein US-Abgeordneter hat nun einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht.

Ein republikanischer Abgeordneter brachte am 12. Januar einen Gesetzentwurf ein, der Präsident Donald Trump die Annexion Grönlands ermöglichen soll. Der Vorschlag von Randy Fine aus Florida sieht Grönland als 51. US-Staat vor, wie «Newstime» berichtet.
Fine feierte den Vorschlag als «grosse Neuigkeiten» auf der Plattform X. Das Gesetz würde Trump alle notwendigen Massnahmen zur Übernahme erlauben.
Grönland ist ein Autonomiegebiet unter dänischer Hoheit mit eigener Selbstverwaltung, berichtet das Belfer Center. Der schmelzende Eisschild Grönlands steigert geopolitische Bedeutung durch Ressourcen und neue Schifffahrtsrouten.
Trumps Grönland-Pläne sorgen für NATO-Bedenken
Fine rechtfertigt den Entwurf primär mit Arktis-Sicherheitserwägungen. Er betont, dass Grönland die US-Nordflanke gegen Russland und China schützt, wie er in einer Pressemitteilung auf seiner Website schreibt.
Fine betonte laut «Newstime», dass die Kontrolle über Grönland die Arktis strategisch vollständig beherrsche. Zusätzlich mache es neue Schifffahrtsrouten sowie Rohstoffvorkommen zugänglich.
Präsident Trump äusserte wiederholt den Wunsch, Grönland zu erwerben. Dänemark lehnte ab, und Trumps Andeutungen militärischer Optionen sorgten für NATO-Besorgnis, berichtet die «Welt».
Republikaner distanzieren sich vom Grönland-Plan
Der Gesetzentwurf fordert zudem einen umfassenden Bericht an den Kongress. Er umreisst detailliert die erforderlichen Rechtsänderungen für eine Staatsaufnahme, wie «Anadolu Ajansı» berichtet
Die Mehrheit der Republikaner distanziert sich vom Vorschlag klar. Eine realistische Annahmechance gilt als äusserst gering, wie «Focus» konstatiert.

Laut Informationen von «CBS News» konterte der demokratische Abgeordnete Jimmy Gomez aus Kalifornien unmittelbar. Sein «Greenland Sovereignty Protection Act» soll Finanzmittel blockieren, wie «Newstime» berichtet.
Selbstbestimmung Grönlands im Fokus internationaler Kritik
Eine militärische Invasion gegen Grönland würde laut Artikel 5 des NATO-Vertrags als Angriff auf Dänemark und alle Bündnispartner gewertet. Damit wäre Dänemark verpflichtet, kollektive Verteidigungsmassnahmen zu ergreifen, um das Gebiet zu schützen, wie «Euronews» erklärt.
Internationale Verbündete wie Deutschland positionieren sich entschieden hinter Grönland. Solche Drohungen erscheinen unnötig und kontraproduktiv, berichtet die «Welt».
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies Trumps Absichten explizit zurück, berichtet «Focus». Grönlands Selbstbestimmungsrecht steht für sie absolut im Vordergrund.
















