Oman über USA-Iran-Gespräche: Frieden ist nah

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

Laut Vermittler Oman ist der Frieden zwischen den USA und dem Iran «zum Greifen nah». Teheran sei «offen für alles».

iran
Bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran fungiert Oman, hier Aussenminister Sayyid al-Bussaidi als Vermittler. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und der Iran verhandeln über das Atomprogramm.
  • Laut Vermittler Oman ist der Frieden «zum Greifen nah».
  • Der Iran habe zugesichert, nie Atombomben-Material zu besitzen.

In den Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran macht der Aussenminister des Vermittlers Oman, Badr al-Bussaidi, Hoffnung auf eine baldige Einigung. «Der Frieden ist zum Greifen nah», schrieb er nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance auf X. Er freue sich auf «weitere und entscheidende» Fortschritte in den kommenden Tagen.

Al-Bussaidi zufolge informierte er Vance über Details der Verhandlungen. Bei den Gesprächen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm.

iran bushehr
Das Atomkraftwerk Bushehr im Iran. - dpa

Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Oman: Iran wird nie Atombomben-Material besitzen

Laut Al-Bussaidi hat der Iran zugesichert, dass er niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen wird. Diese Vereinbarung sei der wichtige Erfolg in den laufenden Verhandlungen. In einem Abkommen würde der Iran sich demnach verpflichten, «null» atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. «Null Lagerung und vollständige Überprüfung», fügte al-Bussaidi hinzu.

Im Falle eines Abkommens würde der Iran nach Darstellung al-Bussaidis der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu seinen Atomanlagen gewähren. Er sei ziemlich zuversichtlich, «dass auch US-Inspektoren irgendwann Zugang erhalten werden», fügte er hinzu. Innerhalb von 90 Tagen könnten Themen wie Lagerbestände, Verifizierung, Kontrollen, Zugang zu Standorten und Bewertung vollständig angegangen werden.

Angesprochen auf Irans Raketenprogramm sagte Omans Aussenminister: «Ich glaube, dass der Iran offen ist, über alles zu diskutieren.» Der Iran hatte bisher deutlich gemacht, dass eine Begrenzung des Raketenprogramms nicht verhandelbar sei.

Al-Bussaidi hofft auf eine baldige Einigung. Auf die wichtigsten Punkte könne man sich schon «morgen» einigen. «Die technischen Details werden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, um sie mit der IAEA zu klären. «Ich denke, innerhalb von drei Monaten wird alles bereit sein», sagte er.

Kommentare

User #2393 (nicht angemeldet)

Nur zur Erinnerung: Obama unterzeichnete 2015 ein Abkommen mit dem Iran, um lähmende Wirtschaftssanktionen aufzuheben, im Austausch dafür, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm aufgibt. Wir hatten einen Deal. Es war erledigt. Trump hat diesen Deal 2018 einseitig und ohne ersichtlichen Grund aufgekündigt, außer dass er Teil von Obamas Vermächtnis war und er Obama wirklich hasst.

Weiterlesen

3 Interaktionen
Washington
vance
2 Interaktionen
Vance
a
9 Interaktionen
«Fortschritte

MEHR IN POLITIK

arena bargeld initiative
3 Interaktionen
Lehnt Initiative ab
Baselbieter Regierungskandidaten
Reber-Nachfolge

MEHR AUS USA

a
«Gefälscht»
neil sedaka
Los Angeles
donald trump
4 Interaktionen
Nach Clintons