Vermittler Oman: Iran wird nie Atombomben-Material besitzen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Der Iran hat in den Atomverhandlungen mit den USA nach Darstellung des Vermittlers Oman zugesichert, dass er niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen wird. Diese Vereinbarung sei der wichtige Erfolg in den laufenden Verhandlungen, sagte der Aussenminister des Golfstaats Oman, Badr al-Bussaidi, in einem Interview des US-Fernsehsenders CBS News. In einem Abkommen würde der Iran sich demnach verpflichten, «null» atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. «Null Lagerung und vollständige Überprüfung», fügte al-Bussaidi hinzu.

    ARCHIV - Badr al-Bussaidi, Außenminister des Sultanat Oman, spricht mit seinem deutschen Amtskollegen in Maskat. Foto: Hannes P Albert/dpa
    ARCHIV - Badr al-Bussaidi, Außenminister des Sultanat Oman, spricht mit seinem deutschen Amtskollegen in Maskat. Foto: Hannes P Albert/dpa - Keystone/dpa/Hannes P Albert

    Bei den Verhandlungen geht es vornehmlich um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigte sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert die Führung in Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

    Im Falle eines Abkommens würde der Iran nach Darstellung al-Bussaidis der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu seinen Atomanlagen gewähren. Er sei ziemlich zuversichtlich, «dass auch US-Inspektoren irgendwann Zugang erhalten werden», fügte er hinzu. Innerhalb von 90 Tagen könnten Themen wie Lagerbestände, Verifizierung, Kontrollen, Zugang zu Standorten und Bewertung vollständig angegangen werden.

    Angesprochen auf Irans Raketenprogramm sagte Omans Aussenminister: «Ich glaube, dass der Iran offen ist, über alles zu diskutieren.» Der Iran hatte bisher deutlich gemacht, dass eine Begrenzung des Raketenprogramms nicht verhandelbar sei. Al-Bussaidi hofft auf eine baldige Einigung. Auf die wichtigsten Punkte könne man sich schon «morgen» einigen. «Die technischen Details werden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, um sie mit der IAEA zu klären. «Ich denke, innerhalb von drei Monaten wird alles bereit sein», sagte er.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #7491 (nicht angemeldet)

    Spielt der noch mit Legos?

    User #3737 (nicht angemeldet)

    Hat Iran doch bereits.

    Weiterlesen

    KI
    75 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    18 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN POLITIK

    Fidschi
    Von Industriestaaten
    2 Interaktionen
    Chur/Bern
    8 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS USA

    2 Interaktionen
    Austin
    iPhone Duo
    Unterschiede
    11 Interaktionen
    Washington
    Xi Jinping
    12 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch