Jetzt kritisieren auch Republikaner Trumps Grönland-Politik
Donald Trump stösst mit seiner Grönland-Offensive auf massiven Widerstand in der eigenen Partei. Republikaner warnen vor Impeachment.

US-Präsident Donald Trump hält an seinen Grönland-Ansprüchen fest und droht sogar mit militärischer Gewalt. Die Insel sei laut ihm für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung, berichtet die «Tagesschau».
Doch innerhalb seiner eigenen Partei formiert sich scharfer Widerstand gegen diese Expansionspolitik. Senator Rand Paul bezeichnete die Erwägung von Notstandsbefugnissen für eine Grönland-Eroberung als völlig unangemessen.
Der Republikaner aus Kentucky kritisierte laut der «Tagesschau» Trumps Pläne zu den neuen Zöllen: «Es gibt hier keinen echten Notstand mit Grönland. Das ist lächerlich. Erklären wir jetzt schon Notstände um Notstände zu verhindern?»
Drohung mit Amtsenthebungsverfahren
Der republikanische Abgeordnete Don Bacon ging noch weiter und nannte Trumps Grönland-Obsession als «absoluten Schwachsinn». Gegenüber der Zeitung «Omaha World-Herald» warnte er, eine Fortsetzung dieses Kurses könne ein Amtsenthebungsverfahren provozieren.
Bei der Frage, ob er eine Amtsenthebung Trumps wegen Grönlands unterstützen würde, wollte Bacon nicht mit Ja oder Nein antworten. Er sagte jedoch: «Ich würde mich in diese Richtung neigen.»
Auch der frühere Fraktionsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, äusserte sich besorgt. In einer Rede warnte er laut «The Hill», dass Trumps Handlungen die Nato-Beziehungen gefährden könnten.
Kongress bereitet Gegenmassnahmen vor
Abgeordnete beider Parteien haben einen überparteilichen Gesetzentwurf eingebracht, berichtet die «FAZ». Dieser soll Trump an militärischen Schritten gegen Grönland hindern und würde bundesstaatliche Mittel für eine Invasion blockieren.
Die Senatorin Lisa Murkowski zeigte sich alarmiert über die Entwicklung, wie das «Time Magazine» berichtet. Sie kritisierte den vorgeschlagenen Einsatz wirtschaftlichen Drucks gegen wichtige europäische Verbündete scharf.

Murkowski arbeitet laut dem «Time» parteiübergreifend mit Demokratin Jeanne Shaheen an einem Gesetzentwurf, der Trump den Zugriff auf Grönland verwehren soll. Eine überparteiliche Delegation reiste nach Kopenhagen, um dem Nato-Partner Dänemark Unterstützung zuzusichern.
















