Donald Trump soll Epstein-Mädchen «versteigert» haben

Luna Gerber
Luna Gerber

USA,

«Kalender-Mädchen»: Neue Epstein-Akten über exklusive Partys bringen Donald Trump in Erklärungsnot.

donald trump jeffrey epstein
Neue FBI-Akten werfen brisante Schatten auf Donald Trump: Minderjährige sollen auf «Kalender-Mädchen»-Partys vom US-Präsidenten «versteigert» worden sein. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump soll Mädchen auf Partys für sexuelle Handlungen «versteigert» haben.
  • Epstein brachte die Mädchen zu den Treffen, prominente Gäste sollen dabei gewesen sein.
  • Die Unterlagen umfassen über drei Millionen Seiten.

Die am Freitag veröffentlichten Unterlagen im Fall Jeffrey Epstein enthalten Aussagen mutmasslicher Opfer, die US-Präsident Donald Trump belasten.

Wie das deutsche Onlineportal «T-Online» berichtet, stehen vor allem interne FBI-Mails aus dem August 2025 im Zentrum. Dabei berichten Frauen über Missbrauchshandlungen und Partys.

Doch: Einige der Frauen stuft das FBI als nicht glaubwürdig ein.

Schwere Vorwürfe gegen Donald Trump

Eine Aussage beschreibt, dass ein 13- oder 14-jähriges Mädchen gezwungen worden sei, sexuelle Handlungen an Trump vorzunehmen. Auch von körperlicher Gewalt ist die Rede.

Besonders brisant sind ausserdem Berichte über Partys in Trumps Anwesen mit sogenannten «Kalender-Mädchen».

Laut Zeugen habe Epstein die jungen Frauen zu den Treffen gebracht. Trump soll die Frauen dann «versteigert» haben. Die Mädchen seien also an die Gäste verteilt und für bestimmte sexuelle Handlungen angeboten worden sein.

Unter den Mitgliedern sollen auch Trump-Familienmitglieder wie Ivanka und Eric Trump sowie Elon Musk gewesen sein.

Auch ein mutmasslicher Menschenhändlerring auf Trumps Golfplatz in Rancho Palos Verdes in den Jahren 1995 und 1996 wird erwähnt. Dieser soll unter der Leitung von Epsteins Assistentin Ghislaine Maxwell operiert haben.

Doch die Glaubwürdigkeit der Aussagen wird von den Behörden infrage gestellt. Das US-Justizministerium, das die Dokumente veröffentlichte, sagte, dass einige Akten Falschaussagen bezüglich Trump aufwiesen.

Die Anschuldigungen gegen Trump seien dem FBI kurz vor der Wahl 2020 vorgelegt worden.

Jeffrey Epstein, der 2019 in seiner Gefängniszelle starb, hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, von dem Dutzende Minderjährige betroffen waren.

Drei Millionen neue Seiten veröffentlicht

Die neuen Akten umfassen laut US-Justizministerium über drei Millionen Seiten, tausende Videos und 100'000 Fotos. Sie rücken besonders Epsteins Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten ins Rampenlicht.

Vize-Justizminister Todd Blanche erklärte, die Sichtung und Veröffentlichung der Unterlagen sei abgeschlossen.

Sollten Ermittlungen gegen Prominente öffentlich transparenter sein?

Zahlreiche persönliche Daten von Opfern sind unkenntlich gemacht. Dies kritisieren mehrere Politiker scharf.

Der US-Präsident wird in den neuen Akten vielfach genannt – laut «New York Times» in mindestens 4500 Dokumenten. Trump bestreitet sämtliche Vorwürfe gegen ihn.

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