Jeffrey Epstein: Maxwell behauptet, 25 Komplizen kommen davon!

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USA,

Im Fall Jeffrey Epstein (†66) erhebt Ghislaine Maxwell neue schwere Vorwürfe gegen mutmassliche Mitwisser.

Ghislaine Maxwell Jeffrey Epstein
Ein Bild aus alten Zeiten: Ghislaine Maxwell in Freiheit. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Ghislaine Maxwell wurden mehrere Epstein-Mitbeteiligte nie strafrechtlich verfolgt.
  • Die Vorwürfe sind Teil ihres Versuchs, ihr Urteil wegen unfairen Verfahrens aufzuheben.
  • Das US-Justizministerium prüft weiterhin Millionen Akten, viele bleiben gesperrt.

In den US-Medien dreht sich einmal mehr alles um Ghislaine Maxwell (64). Die Vertraute von Jeffrey Epstein (†66) versucht offenbar, ihre Verurteilung zu kippen. In selbst eingereichten Gerichtsunterlagen behauptet sie, 25 mutmassliche Komplizen von Epstein hätten nach Missbrauchsvorwürfen geheime Vergleiche geschlossen – und seien nie strafrechtlich verfolgt worden.

In den Gerichtsdokumenten schreibt Maxwell, Anwälte der Klägerinnen hätten mit 25 Männern «secret settlements» ausgehandelt. Diese könnten «ebenso als Mitverschwörer betrachtet werden», hält sie fest. Zugleich seien vier weitere mutmassliche Mitbeteiligte zwar in früheren Abkommen und Anklagen erwähnt worden, aber nie offiziell angeklagt worden.

Verfolgst du den Fall um Epstein und Maxwell?

Maxwell argumentiert demnach, diese Informationen seien ihr im Prozess vorenthalten worden. «Keiner dieser Männer wurde verfolgt und keiner wurde [Maxwell] offengelegt. Sie hätte sie als Zeugen aufgerufen», schreibt die 63-Jährige.

Die Epstein-Vertraute sieht darin – zusammen mit einer angeblich voreingenommenen Jury – einen Verstoss gegen ihr Recht auf ein faires Verfahren. Wäre die angebliche «Kollusion» zwischen Klägeranwälten und Behörden sowie «staatsanwaltliches Fehlverhalten» bekannt gewesen, hätte die Jury sie nicht verurteilt, glaubt Maxwell.

Gab es Abmachungen mit den Bundesbehörden?

Die Vorwürfe werfen erneut Fragen zur Reichweite des Netzwerks von Jeffrey Epstein auf. Der US-Kongress verabschiedete im November den «Epstein Files Transparency Act», der die Veröffentlichung einschlägiger Akten vorsieht.

Unklar bleibt jedoch, ob die 25 Männer mit geheimen Vergleichen auch Abmachungen mit Bundesbehörden trafen, die sie vor Strafverfolgung schützten. Bis heute wurden im Zusammenhang mit dem Sexhandels-Komplex von Jeffrey Epstein strafrechtlich nur Epstein selbst und Maxwell verurteilt.

Andere Personen aus seinem Umfeld sahen sich zivilrechtlichen Klagen ausgesetzt. So wurde Prinz Andrew (65) von Virginia Giuffre (†41) beschuldigt, als Minderjährige missbraucht worden zu sein. Er weist die Vorwürfe zurück. Die beiden hatten sich vor dem Tod von Giuffre aussergerichtlich geeinigt.

Wie geht es mit den Files von Jeffrey Epstein weiter?

Das US-Justizministerium prüft derweil millionenfache Aktenbestände. Nach Angaben der Behörde arbeiten rund 400 Juristen an der Sichtung von bis zu 5,2 Millionen Seiten. Dabei müssen Opferdaten geschwärzt werden – ein riesiger Arbeitsaufwand.

Zwar hätten die Unterlagen bis zum 19. Dezember veröffentlicht werden sollen, bislang sind jedoch erst ein Bruchteil der Dokumente in der sogenannten Epstein-Bibliothek zugänglich.

Die Beweise stammen unter anderem aus Jeffrey Epsteins umstrittenem Deal von 2008 sowie aus den Strafverfahren gegen ihn und Maxwell. Maxwell wurde 2021 wegen der Anwerbung und Vorbereitung zahlreicher Minderjähriger für Jeffrey Epstein schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Kürzlich wurde sie in eine Mindest­sicherheits­anstalt in Texas verlegt. Für den 9. Februar ist eine Befragung vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses angesetzt. Ihre Anwälte wollen die Aussage hinauszögern, sofern keine Aussicht auf Begnadigung besteht.

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Kommentare

User #2113 (nicht angemeldet)

Wir wollen Namen! Trump, Clinton, Prinz Andrew und und und

User #2340 (nicht angemeldet)

Da sind doch sicher mehr.

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