Donald Trump im Fokus: Millionen protestieren in den USA
In den USA sind am Wochenende Millionen Menschen gegen die Politik von Präsident Donald Trump auf die Strasse gegangen.

Das Wichtigste in Kürze
- Unter dem Motto «No Kings» fanden Proteste in allen 50 Bundesstaaten statt.
- Laut Organisatoren beteiligten sich mehrere Millionen Menschen an rund 3000 Kundgebungen.
- Die Demonstrationen richteten sich gegen Trumps Migrations- und Aussenpolitik.
Kein Krieg gegen den Iran, keine Razzien in US-Städten und ein Nein zu steigenden Preisen: In den USA sind in zahlreichen Städten Bürger gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Strasse gegangen.
Unter dem Motto «No Kings» («Keine Könige») waren nach Angaben der Veranstalter am Samstag Proteste in allen 50 Bundesstaaten geplant.
US-Medien sprachen am Abend (Ortszeit) von schätzungsweise mehreren Millionen Teilnehmern. Auch international formierte sich Widerstand, auch in mehreren deutschen Städten.

Das Weisse Haus kritisierte die Proteste. Eine Sprecherin bezeichnete die Veranstaltungen laut Medienberichten bereits im Vorfeld als Treffen einer kleinen Gruppe. Diese werde von linken Netzwerken unterstützt und habe keine breite Unterstützung in der Bevölkerung.
Auch in Washington wird gegen Donald Trump demonstriert
Neben grossen Protesten in New York kam es auch in der US-Hauptstadt Washington zu Demonstrationen. Am Samstagmorgen zogen dort nach Beobachtung einer dpa-Reporterin bereits in der ersten Stunde Zehntausende Menschen in Richtung Innenstadt. Unter den Demonstrierenden befanden sich auch viele ältere Personen.
Die Organisatoren, ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen, hatten Medienberichten zufolge landesweit etwa 3000 Kundgebungen mit insgesamt rund neun Millionen Teilnehmern erwartet.
Sie sprachen von einer der grössten Protestmobilisierungen in der Geschichte des Landes – unabhängig überprüft sind die Zahlen bislang nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten ähnliche Aktionen Millionen Menschen auf die Strasse gebracht.
In Sprechchören warnten Demonstranten in Washington vor «Faschisten im Weissen Haus». Einer Pappfigur, die Trumps Vizestabschef und rechten Hardliner Stephen Miller darstellen sollte, hing das Namensschild «Adolf» für Adolf Hitler um.
Proteste richten sich auch gegen aussenpolitische Entscheidungen
Die Proteste richten sich neben der Migrationspolitik der US-Regierung auch gegen aussenpolitische Entscheidungen sowie steigende Lebenshaltungskosten.
Kritiker werfen Donald Trump vor, demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und das Wahlrecht zu untergraben.

Die Organisationen erklärten im Vorfeld: «Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen. Aber dies ist Amerika, und die Macht liegt beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen».
Nach Angaben der Organisatoren in US-Medienberichten stammt ein Teil der Anmeldungen auch aus konservativ geprägten ländlichen Regionen und Vororten. Es wurde als nicht nur in klassischen Hochburgen der Demokraten demonstriert.



















