Trumps stimmten im Mar-a-Lago-Bezirk per Brief ab – Demokratin siegt
Ausgerechnet Trump, der sich regelmässig gegen die briefliche Stimmabgabe ausspricht, hat per Post abgestimmt. Doch eine Demokratin gewinnt in seinem Bezirk.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Präsident Donald Trump hat an seinem offiziellen Wohnort brieflich abgestimmt.
- Der 79-Jährige hat sich bisher immer gegen die Stimmabgabe per Post ausgesprochen.
- Das Weisse Haus kann die Aufregung nicht nachvollziehen.
Ausgerechnet an seinem offiziellen Wohnort Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) stimmte US-Präsident Donald Trump zuletzt per Post ab. Er beteiligte sich an einer Lokalwahl, wie US-Medien berichten.
Dabei ist der 79-jährige Republikaner eigentlich ein Gegner der Briefwahl. Eine solche Stimmabgabe öffne dem Wahlbetrug alle Türen. «Mail-in voting is mail-in cheating» (auf Deutsch: «Briefwahl ist Wahlbetrug»), behauptete Trump zuletzt.
Dass Trump aber nicht minder engagiert seinen Wahlzettel ausfüllte, zeigt eine Suchabfrage auf der Internetseite des Verwaltungsbezirks Palm Beach County.
Sowohl unter dem Namen Donald Trump als auch dem seiner Gattin Melania und Sohnemann Barron heisst es: «You voted by Mail Ballot.» Auf Deutsch: «Sie haben per Briefwahl abgestimmt.»
Trumps Sprecherin versteht Aufregung nicht
Dabei hätte Trump am vergangenen Wochenende problemlos einen Abstecher in ein Stimmlokal machen können. Noch vor drei Tagen weilte er auf seinem Golfplatz in West Palm Beach.
Zehn Autominuten entfernt wäre ein Wahllokal zu diesem Zeitpunkt geöffnet gewesen. Eine Sprecherin des Weissen Hauses wollte in Trumps Abstimmung per Post trotzdem keinen Widerspruch erkennen.
Olivia Wales erklärte «CNN» zufolge, der Präsident sei in Palm Beach zu Hause, lebe aber meistens im Weissen Haus in Washington. Trumps Gesetzentwurf zur Wähleridentifizierung sehe «vernünftige Ausnahmen» für die Wahl per Brief vor.
Demnach würden diese Ausnahmen für US-Amerikaner mit «Krankheit, Behinderung, im Militärdienst» oder für jene auf Reisen gelten. «Das ist keine Story», argumentierte sie.
Demokratin setzte sich durch
Wen Trump bei seiner Wahl unterstützt hat, ist natürlich nicht bekannt. Es ist jedoch naheliegend, dass er seine Stimme dem republikanischen Kandidaten Jon Maples gegeben hat.
Durchsetzen konnte sich Maples aber trotz der berühmten Unterstützung nicht. Bei der Abstimmung gewann überraschend die Demokratin Emily Gregory.

















