Donald Trump: Dieser Mann stoppte den Zollhammer

Valentin Köpfli
Valentin Köpfli

USA,

Ein Familienunternehmer weist Donald Trump vor Gericht in die Schranken. Es geht ihm dabei nicht nur ums Geld.

Donald Trump
Familienunternehmer Rick Woldenberg hat einen wegweisenden Sieg gegen die US-Regierung errungen. - SRF / Screenshot

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Supreme Court hat dem US-Präsidenten am Freitag seine Zölle untersagt.
  • Ein Unternehmer aus Chicago hat als erster geklagt.
  • Trotz dem Entscheid des Supreme Court beharrt Trump auf seiner Zollpolitik.
  • Das Urteil könnte Rückforderungen bereits gezahlter Zölle aufs Tapet bringen.

Es ist eine aussergewöhnliche Geschichte: Ein kleines Familienunternehmen erringt einen grossen Sieg gegen Donald Trump und die US-Regierung.

Der Supreme Court hatte dem US-Präsidenten am Freitag untersagt, Zölle gegen den Import von Waren zu verhängen. Dies unter Berufung auf ein Notstandsgesetz.

Spielwarenhändler Rick Woldenberg aus Chicago ist mit dem Urteil zufrieden. Und spricht im SRF-Interview von einem «Sieg».

Bist du mit dem Entscheid des Supreme Court zufrieden?

Bereits wenige Tage nach Trumps Zoll-Ankündigungen ging Woldenberg juristisch gegen die US-Regierung vor – mit Erfolg. Nach dem Bezirksgericht gibt ihm nun auch das Bundesgericht Recht.

Der Unternehmer schlägt Alarm

Mit der Klage wollte er «den Präsidenten an die Rechtsstaatlichkeit erinnern», wie er sagt. Er hatte sie bereits am 22. April 2025 eingereicht.

«Wir sind kein multinationales Unternehmen. Sich selbst in den Schlagzeilen aller Zeitungen der Welt wiederzufinden, ist eine einmalige Erfahrung», so Woldenberg.

Der 66-Jährige ist Chef des Familienunternehmens «Learning Resources», welches Spielwaren herstellt und vor allem aus China importiert. Deshalb ist seine Firma mit rund 500 Mitarbeitenden unmittelbar vom Zollhammer betroffen.

Ist seine Existenz bedroht?

Woldenberg sagte zu SRF: Seine Einfuhrabgaben würden bei Beibehaltung der Zölle von 2,3 Millionen auf rund 100 Millionen US-Dollar ansteigen. Bereits im Vorfeld der Verhandlungen machte er darauf aufmerksam, dass die Einfuhrzölle seine Existenz als Spielzeughersteller bedrohen würden.

Für sein Lebenswerk ist er jedoch bereit zu kämpfen: «Sie hatten kein Recht, das Geld zu nehmen, und dafür sind die Gerichte da. Ich habe kein Mitleid mit ihnen, sie hätten es nicht nehmen dürfen.»

Muss Donald Trump jetzt die Zeche bezahlen?

Zwar hat die US-Regierung vor dem höchsten Gericht eine empfindliche Niederlage eingesteckt. So schnell gibt sich Donald Trump aber nicht geschlagen. Er kündigte bereits an, andere Wege zu nutzen, um seine Zölle weiterhin durchzusetzen.

Seit der Entscheidung des Supreme Court herrscht allerdings riesige Unsicherheit. Das Urteil könnte eine Welle an Rückforderungen bereits gezahlter Zölle hervorbringen. Laut Berechnungen der University of Pennsylvania geht es um etwa 175 Milliarden US-Dollar.

Kommentare

Sledge Hammer

Ken- und Barbie-Puppen LiebhaberInnen zwingen Donald letztendlich auf die Knie. Schlechte Vorzeichen, wenn es um einen Konflikt gegen eine Kulturnation wie den Iran geht.

Luxy-1

Wo bitte soll Der Was in die Schranken gewiesen haben? Nun haben sie 15 % Zoll auf unsere Ware.

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