EU

    Das schrieb sich Trump auf den Spickzettel zum EU-Zoll

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Grossbritannien,

    Donald Trump hatte beim Treffen mit Ursula von der Leyen einen Spickzettel dabei. Handschriftlich hatte er Änderungen des Angebots notiert.

    donald trump
    Der Zettel von Donald Trump beim Treffen mit Ursula von der Leyen sorgt für Aufsehen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auf einem Spickzettel hatte Donald Trump notiert, was er am EU-Angebot ändern wollte.
    • Den Zettel hielt er in den Händen, bei genauem Hinsehen war ersichtlich, was draufstand.
    • Gemäss den Notizen erreichte der US-Präsident alles, was er wollte.

    Am Sonntagabend verkündeten Donald Trump und Ursula von der Leyen, dass die USA und die EU einen Deal erreicht haben. Die USA erheben Zölle von 15 Prozent auf Importe aus der EU. Europa wird dafür in den nächsten drei Jahren 600 Milliarden in Übersee investieren und Energie für 750 Milliarden Dollar kaufen. Doch das waren wohl nicht die Anfangsgebote von Ursula von der Leyen.

    Während der Pressekonferenz hielt Donald Trump einen «Spickzettel» von den Verhandlungen in den Händen. Bei genauerem Hinsehen war ersichtlich, was darauf stand.

    Zuoberst war das Angebot der EU zu sehen: 0 Prozent Zölle auf US-Importe mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Produkten. Darunter stand: «Die EU offeriert gegenseitige Zölle von 10 Prozent, 15 Prozent auf Autos, 10 Prozent auf Pharma-Güter, sowie Stahlhandel wie Grossbritannien.»

    Mit schwarzem Filzstift notierte Trump daneben: «15 Prozent auf alles.»

    Weiter unten waren die weiteren Punkte, die die EU zu Beginn anbot, notiert: Investitionen von 500 Milliarden Dollar und Energieeinkäufe von 600 Milliarden Dollar. Trump aber wollte 600 Milliarden Investitionen und 750 Milliarden Energiekäufe, wie den Filzstift-Notizen zu entnehmen ist. Und das schien er auch erreicht zu haben.

    Trump-Zettel: «Öffnung des Landes»

    Ein weiterer für Trump wohl wichtiger Punkt ist, dass die «EU die US-Auto-Standards akzeptiert». Dieser Satz am Ende des Spickzettels stand in einer Box. Darunter schrieb Trump: «Öffnung des Landes.»

    Würdest du 15 Prozent US-Zölle auf Importe aus der Schweiz gut finden?

    Gegenüber der «Bild» beschwichtigt die EU-Kommission: Der Deal stehe noch unter Vorbehalt. Und die Zahlen auf dem Zettel seien nur «zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verhandlungen» korrekt gewesen.

    Donald Trump hat auch schon in der Vergangenheit Spickzettel verwendet und diese so gehalten, dass die Kameras sie sahen. Teils waren sie am Computer geschrieben, teils mit dem schwarzen Filzstift.

    Kommentare

    User #3264 (nicht angemeldet)

    Nicht was macht er... was machen wir!

    User #4493 (nicht angemeldet)

    ..dieser Psycho braucht eben ein Spickzettel!

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