Einen Impfzwang gegen das Coronavirus gibt es bei der US-Airline Delta nicht. Dafür müssen Ungeimpfte monatlich 200 Dollar bezahlen – wegen Zusatzkosten.
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Ungeimpfte Delta-Mitarbeitenden werden künftig zur Kasse gebeten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Delta-Mitarbeitende, die wegen Corona ins Spital mussten, waren zuletzt ungeimpft.
  • Die Airline kostet der Krankenhausaufenthalt jedes Patienten 50'000 Dollar.
  • Deshalb werden nun die Ungeimpften zur Kasse gebeten.

Die Swiss ist in Europa die Vorreiterin: Als erste Airline erklärt sie die Impfung gegen das Coronavirus für das Kabinenpersonal für obligatorisch. Was mit den Mitarbeitenden, die sich nicht pieksen lassen wollen, geschieht, sei noch offen.

Anders geht da die Airline Delta vor. Die Impfung ist bei der Fluggesellschaft aus den USA zwar nicht Pflicht. Doch alle nicht geimpften Mitarbeitenden müssen ab November 200 Dollar pro Monat bezahlen. Dies gilt für jene, die über Delta krankenversichert sind.

«Dieser Zuschlag wird wegen der finanziellen Risiken notwendig, die die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, für unser Unternehmen bedeutet.» Dies erklärte Delta-Chef Ed Bastian am Mittwoch. 75 Prozent der Mitarbeitenden seien bereits geimpft. Diese würden sich nur selten anstecken und meistens höchstens milde Symptome zeigen.

Finden Sie es richtig, dass ungeimpfte Mitarbeitende, die über den Arbeitgeber krankenversichert sind, mehr bezahlen müssen?

Zuletzt seien alle Delta-Mitarbeitenden, die wegen des Coronavirus im Spital behandelt worden seien, nicht vollständig geimpft gewesen. Im Schnitt hätten diese pro Person rund 50'000 Dollar Krankenhaus-Kosten verursacht, so Bastian. Ausserdem müssen ungeimpfte Mitarbeitende in Delta-Innenräumen Masken tragen und sich wöchentlich testen lassen.

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