Wissenschafts-Ausstellung Phänomena startet Tour-de-Suisse

Keystone-SDA Regional
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Dietikon,

Die Wissenschafts-Ausstellung Phänomena öffnet am Samstag in Dietikon ihre Tore und startet ihre Tour quer durch die Schweiz. Besucherinnen und Besucher können experimentieren und Naturgesetze, Phänomene und komplexe Zusammenhänge hautnah erleben.

Die Phänomena öffnet am Samstag offiziell.
Die Phänomena öffnet am Samstag offiziell. - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

«Das war ein harter Leidensweg», sagt Projektleiter Urs Müller. Es ist Freitagnachmittag, ein Tag vor der offiziellen Eröffnung der Phänomena und nur wenige Stunden, bevor sie geladenen Gästen – darunter Bundespräsident Guy Parmelin – vorab präsentiert wird. «Umso grösser ist unsere Freude, dass es nun los geht», so Müller.

Er steht im Eingangsbereich der Phänomena, die auf einer Brache in Dietikon nahe der Grenze zum Aargau aufgebaut ist. Sechs miteinander verbundene, aufblasbare Rieseniglus bieten rund 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Noch wird hier und dort der letzte Schliff vorgenommen. Ab Samstag soll alles parat sein, versichert Müller. Er erzählt von der Vision der Phänomena und führt gemeinsam mit Marc Grob, Projektleiter der Inhalte, durch die rund 20 Exponate.

Im Zentrum der Wissenschafts-Ausstellung stehen KI und Robotik, die interaktiv erlebt werden sollen. So animieren gleich zu Beginn zwei Roboter die Besucherinnen und Besucher zum Seilspringen, indem sie unermüdlich ein Seil schwingen. Auf spielerische Art und Weise solle gezeigt werden, wie Roboter auch noch verwendet werden können.

In einer anderen Installation, in «Meet the Bees», soll erfahren werden, wie Bienen funktionieren, wie ein Schwarm reagiert, welche Signale eine Reaktion auslösen und welche nicht. Die Forschung nutzt hier KI und Robotik, um neue Einblicke in die Biologie zu gewinnen. Den Besuchenden wird ein direkter Einblick ins Herz des Bienenstocks gewährt.

Getestet werden kann weiter auch eine Brille, die blinde Menschen über Vibrationen durch den Alltag helfen soll und die in einigen Jahren möglicherweise den Blindenstock ersetzen könnte.

Ebenfalls ausgestellt ist ein Porträt-Roboter, der mit Pinsel und Farbe Besuchende porträtiert, sowie der Hand-Artist, der Hand-Skizzen in der Luft in moderne und klassische Kunstwerke verwandelt. Auf diese Weise soll die Beziehung zwischen Kreativen und Künstlicher Intelligenz erforscht werden.

Die Inhalte und Exponate entstanden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen und Unternehmen.

«Wir leben in einer Zeit, in der sich Technologien schneller entwickeln als wir unsere Passwörter aktualisieren können», sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Freitagabend in Dietikon laut Redetext. Die Schweiz habe beste Voraussetzungen, um in der digitalen Welt mitzuspielen und zwar nicht nur als Zuschauerin.

Die Phänomena zeige, dass Technologie kein Selbstzweck sei. «Sie ist ein Werkzeug», so Parmelin. Und wie bei jedem Werkzeug komme es darauf an, wie es eingesetzt werde.

Im vergangenen Sommer hatten die Veranstalter bekannt gegeben, dass die Phänomena nicht fix in Dietikon bleiben wird, sondern in der ganzen Schweiz auf Tour gehen soll. Nach der Premiere in Dietikon, wo die Phänomena bis am 19. April steht, zieht sie weiter und gastiert in verschiedenen Schweizer Städten wie Basel, Yverdon, Luzern, Altstätten SG, Zürich und Biel. Müller erwartet rund 20'000 Besucherinnen und Besucher in Dietikon.

Die Wissenschaftsausstellung hätte ursprünglich schon im Jahr 2023 stattfinden sollen. Weil das Gelände in Dietikon auf diesen Zeitpunkt aber noch nicht bereit stand, wurde sie ein erstes Mal auf 2024 verschoben. Danach folgte die zweite Verschiebung auf das Jahr 2025 und schliesslich auf 2026.

1984 fand eine erste Phänomena am Zürichhorn statt. Sie zog rund 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher an. An einem Revival hatte die Stadt Zürich aber kein Interesse, weshalb die Veranstalter ins Limmattal auswichen.

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Kommentare

User #6164 (nicht angemeldet)

Super, da muss ich hin.

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