Donald Trump

    Anwalt Rudolph Giuliani: «Die Medien entscheiden nicht die Wahl»

    Philip Schären
    Philip Schären

    USA,

    Gerade als Trumps Anwalt Rudolph Giuliani eine Pressekonferenz halten will, wird Bidens Sieg bekannt. Der 76-Jährige wollte es nicht wahrhaben.

    Rudolph Giuliani
    Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, ein Anwalt von Präsident Donald Trump, hält inne, während er während einer Pressekonferenz über rechtliche Anfechtungen der Stimmenauszählung in Pennsylvania spricht. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bidens Sieg wurde verkündet, als Trump-Anwalt Rudy Giuliani eine Pressekonferenz hielt.
    • Der Anwalt beklagte sich darüber, dass die Medien «die Wahl entscheiden».

    «Wer hat den Sieg angekündigt?», fragt Donald Trumps Anwalt Rudolph Giuliani unglaubwürdig in die Runde Medienschaffender. Der 76-Jährige will eine Pressekonferenz vor einer Gärtnerei starten, die Trumps Team irrtümlicherweise gebucht hat, als Bidens Sieg angekündigt wird.

    Rudolph Giuliani
    Rudolph Giuliani spricht während der Pressekonferenz in Philadelphia, Pennsylvania. - keystone

    «Von all den Sendern, oh mein Gott», antwortet er selbst mit Sarkasmus auf seine Frage. «All die Sender», fährt er fort, breitet seine Arme aus und richtet seinen Blick zum Himmel: «Wir müssen das Gesetz vergessen!»

    Rudolph Giuliani bestreitet Wahlergebnis

    «Macht euch nicht lächerlich», sagt er, «die Medien entscheiden nicht die Wahl, Gerichte aber schon». Doch genau das ist Usus in den Vereinigten Staaten. Da es in den USA keine Behörde gibt, die alle Wahlresultate zusammenrechnet, sind es die Medien, die diese Aufgabe übernehmen. Und schlussendlich auch den «President-elect» ankündigen.

    trump giuliani
    Donald Trump (r.) mit seinem Anwalt Rudy Giuliani im November 2016. - Keystone

    Doch Trump und sein Team wollen dieses Prozedere und auch die Wahl in diesem Jahr nicht akzeptieren. An der Pressekonferenz beschwert er sich erneut über den Ablauf der Wahl.

    Es seien mehr als 700'000 Stimmen Unterschied gewesen, die plötzlich verschwunden waren, meint Rudolph Giuliani. Dieses Szenario hat sich in mehreren Staaten abgespielt. Und ist auf das spätere Auszählen der Brief-Stimmen zurückzuführen, die vorwiegend von demokratischen Anhängern verschickt wurden.

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