Fünfjähriger Liam nach ICE-Verhaftung in Freiheit
Der Fall um den fünfjährigen Liam Ramos aus Minnesota machte weltweit Schlagzeilen. Der Bub und sein Vater sind nicht länger in Abschiebehaft.
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Das Wichtigste in Kürze
- In den USA wurden ein Fünfjähriger und sein Sohn aus der Abschiebehaft entlassen.
- Die beiden reisten mit dem Flugzeug aus Texas zurück nach Minnesota.
- Der Fall um den Buben hatte für grosse Empörung gesorgt.
Der fünfjährige Liam Ramos ist wieder zu Hause. Vor fast zwei Wochen wurde der Bub mit seinem Vater von Bundesbeamten der US-Einwanderungsbehörde ICE in Gewahrsam genommen.
Am Samstag beschloss ein Gericht, dass die beiden bis spätestens Dienstag aus der Anstalt in Texas freikommen müssen. Einen Tag später ist der Junge wieder zu Hause im Bundesstaat Minnesota.
Bub wurde krank
Der Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Demokrat Joaquin Castro, bestätigte die Freilassung auf der Plattform X. Er habe beide in Texas, wo sie festgehalten worden waren, abgeholt.
Liam y su papá salieron anoche del centro de detención de Dilley. Nunca deberían haber estado allí. Gracias a sus voces, ahora son libres. pic.twitter.com/0X37lYvTvj
— Joaquin Castro (@JoaquinCastrotx) February 1, 2026
«Ich bin glücklich, endlich nach Hause zu gehen», sagte der Vater zu ABC News. Auch sein Sohn sei «sehr glücklich» darüber, «er wird seine Mutter und seinen Bruder wiedersehen».
Der Fünfjährige sei in der Anstalt krank geworden, sagte der Vater weiter. Medikamente habe er aber keine erhalten.
Richter kritisiert Vorgehen von ICE hart
Ein Richter hatte die Freilassung am Samstag angeordnet – und das Vorgehen der Trump-Regierung mit deutlichen Worten kritisiert.
Der Fall habe seinen Ursprung im «schlecht durchdachten und inkompetent umgesetzten Bestreben der Regierung, tägliche Abschiebequoten einzuhalten – offenbar selbst dann, wenn dies zur Traumatisierung von Kindern führt», stand im Dokument.
Der Fall des Jungen, der in Minneapolis vor fast zwei Wochen bei einer Razzia aufgegriffen worden war, führte zu grosser Empörung.
Kritiker sahen einen weiteren Beleg dafür, wie rigoros ICE-Beamte bei ihren Einsätzen vorgehen, die Teil der Migrationspolitik der Regierung von Donald Trump sind.
Laut Heimatschutzministerium hatte sich der Einsatz gegen den Vater gerichtet, der aus Ecuador stammen und sich illegal in den USA aufhalten soll. Ein Anwalt hatte mitgeteilt, dass die Familie im Dezember 2024 an einem Grenzübergang Asyl beantragt habe.
Abgeschlossen ist der Fall um den fünfjährigen Liam und seinen Vater nicht.
Das Gericht in Texas hielt fest, dass die beiden am Ende doch abgeschoben werden könnten. Der Beschluss dazu müsse aber auf geordnetem und humanerem Weg erfolgen.















