Hypothek

    Hypothek: Mit den richtigen Argumenten beim Hauskauf überzeugen

    Redaktion
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    Bern,

    Damit es mit der Hypothek bei der Bank klappt, muss der Kaufpreis im Rahmen bleiben. Mit diesen Tipps können Sie grössere Preisnachlässe herausholen.

    Hypothek
    In der Schweiz ist der Kauf eines Hauses sehr beliebt, sollte jedoch gut durchdacht werden. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Schweiz liegt der Quadratmeterpreis für ein Haus im Schnitt bei 7775 Franken.
    • Insbesondere der Bauzustand kann Anlass für eine Preisreduzierung beim Hauskauf sein.

    Seit Jahren kennen die Immobilienpreise in der Schweiz nur eine Richtung: steil nach oben. Laut dem Schweizerischen Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Haus im Jahr 2025 bei 7775 Franken. Für eine Wohnung müssen Käuferinnen und Käufer mit 8735 Franken pro Quadratmeter noch tiefer in die Tasche greifen.

    Die hohen Preise machen es immer schwerer, die Tragfähigkeitsprüfung der Bank zu bestehen. Und ohne diese wird keine Hypothek für den Hauskauf bewilligt. Wer seine finanzielle Situation nicht verbessern kann, muss deshalb an anderer Stelle ansetzen: etwa durch Verhandlungen, um den Kaufpreis zu senken. Eine reduzierte Kaufsumme führt dann möglicherweise doch zur erhofften (niedrigeren) Hypothek.

    Würden Sie sich gerne ein Haus kaufen?

    Immer weniger überteuerte Immobilien in der Schweiz

    Noch vor einigen Jahren galt fast jede vierte Immobilie in der Schweiz als überbewertet. Heute ist es laut einer Studie von Moneypark und Helvetia nur noch jede fünfte Immobilie. Das heisst: Immer weniger Käuferinnen und Käufer sind bereit, überhöhte Preise zu zahlen.

    Immobilienpreise
    Sie sollten die Immobilienpreise stets miteinander vergleichen. - Depositphotos

    Allgemein bekannt ist, dass Immobilienverkäufer den Kaufpreis etwa 10 bis 15 Prozent über dem Marktwert ansetzen. Im Idealfall wird der Preis trotzdem bezahlt und die Verkäufer freuen sich über den Geldsegen.

    Im schlechtesten Fall wird der Preis heruntergehandelt – sie haben also nichts verloren. Nur in wenigen Fällen beharren Verkäufer auf überhöhten Preisen. Oft müssen sie dann jedoch feststellen, dass sich niemand für die Immobilie interessiert.

    Marktwert kennen und mit Fakten überzeugen

    Gute Kenntnisse des aktuellen Marktes sind also der erste Schritt für Verhandlungen über den Kaufpreis. Stöbern Sie in Immobilienportalen nach vergleichbaren Immobilien in derselben Region und schauen Sie, zu welchen Preisen diese ausgeschrieben sind. Beachten Sie dabei Faktoren wie das Baujahr, die Grösse, die Lage und den Zustand.

    Preisabzüge können Sie zum Beispiel aushandeln, wenn Ihre Immobilie noch nicht oder nur unwesentlich energetisch saniert wurde. Auch grosse Abstände zum öffentlichen Nahverkehr oder ein fehlender Balkon lassen das Haus im Vergleich zu ähnlichen Liegenschaften überteuert wirken.

    Marktwert
    Hypothek: Sie sollten immer den aktuellen Marktwert kennen, bevor Sie eine Immobilie kaufen. - Depositphotos

    Je nach Preisklasse und Region kann es sich sogar lohnen, einen professionellen Gutachter zu engagieren. Dieser überprüft die Bausubstanz sorgfältig und kann dabei verborgene Mängel aufdecken. Veraltete Stromleitungen, schlecht beseitigter Schimmel oder Probleme bei der Statik können alle zu hohen Preisnachlässen führen. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass Sie die Immobilie dann gar nicht mehr möchten.

    Preis drücken für die Hypothek mit Angeboten

    Für viele Verkäufer gibt es nichts Schlimmeres, als sich noch einmal über Monate hinweg mit Renovierungen beschäftigen zu müssen. Konkrete Angebote können eine grosse Wirkung entfalten. Ein Beispiel: Um die Hypothek zu bewilligen, müsste der Kaufpreis Ihrer Immobilie um 100'000 Franken niedriger liegen.

    Preise
    Sie können versuchen, die Preise zu drücken. Dann müssen Sie aber auch schlagfertige Argumente parat haben. - Depositphotos

    Zeigen Sie dem Verkäufer auf, dass ein neues Dach und eine energetische Sanierung ihn rund 100'000 Franken kosten würden. Bieten Sie an, diese Kosten selbst zu übernehmen, wenn der Kaufpreis entsprechend reduziert wird. Stimmt er zu, steht dem Kauf Ihres Traumhauses nichts im Wege.

    Zwar müssen Sie jetzt für die erwähnten Sanierungen aufkommen. Oft reicht es aber, wenn Sie diese erst ein paar Jahre nach dem Kauf vornehmen. So können Sie erst noch etwas Geld ansparen und die Immobilie dann nach und nach aufbessern.

    Hypothek: Ruhig mal emotional werden

    Bei vielen Immobilien handelt es sich um Häuser, die für die Verkäuferinnen und Verkäufer einen hohen emotionalen Wert haben. Erzählen Sie bei einem Rundgang, wie wohl sich Ihre Kinder in diesem schönen Haus fühlen werden oder wie Sie den Garten im Ruhestand pflegen werden.

    Wenn Sie dem Verkäufer sympathisch sind, wird er Ihnen möglicherweise einen Rabatt einräumen. Der Verlust lässt sich leichter verschmerzen, wenn das geliebte Haus in guten Händen ist.

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    Kommentare

    User #6096 (nicht angemeldet)

    Wenn der Meistbietende den Zuschlag erhält, ist die Liegenschaft in der Regel weniger wert als der bezahlte Kaufpreis. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Fb

    User #1583 (nicht angemeldet)

    …die Immobilien-Branche unternimmt rein gar nichts um die überblähten Preise zu bekämpfen und damit ein Crash zu verhindern! - Wenn’s „chlöpft“ sind sie aber die Ersten die beim Staat jammern und um Unterstützung betteln…!

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