Kaum ein Gemüse steht so sinnbildlich für die Herbstküche wie der Kürbis – und doch landet er meist püriert in der Suppe. Dabei gibt es eine Menge Kürbis-Ideen.
Kürbis
Kürbis ist ein beliebtes Herbstgemüse. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Kürbis ist ein klassisches Herbstgemüse.
  • Das Gemüse lässt sich auf vielfältige Art und Weise zubereiten, z.B. als Auflauf.

dpa/tmn) - Die gute Nachricht für alle, die sich bislang nur zögerlich an den Kürbis herangetraut haben: «Man kann kaum etwas falsch machen», sagt die Foodbloggerin Tina Kollmann.

Das Herbstgemüse ist unglaublich vielfältig - «sowohl in den Sorten als auch in der Zubereitung», fasst die Kochbuchautorin Tanja Dusy zusammen.

So schmackhaft eine Kürbissuppe auch durchwärmen mag: Das Gemüse kann deutlich mehr als püriert im Topf zu landen.

Neben Hokkaido auch Butternut, Spaghetti und Delicata

Wer Kürbis «mal anders» auf den Tisch bringen will, kann bereits bei der Wahl der Sorte damit beginnen. Der Klassiker ist der Hokkaido. «Der ist klein, rund und hat die Besonderheit, dass die Schale mitgegessen werden kann», beschreibt Dusy.

Durch sein festes Fruchtfleisch eignet er sich für fast alle Gerichte.

Kürbis
Butternut Kürbis. - Unsplash

Das gilt auch für den Butternut-Kürbis, der an seiner Birnenform und der karamellfarbenen Schale zu erkennen ist. Tanja Dusy erklärt: «Dieser Kürbis hat besonders viel Fruchtfleisch, da die Kerne nur im unteren Bereich sitzen.»

Deutlich spezieller ist der Spaghetti-Kürbis, dessen Hälften meist im Ofen geröstet werden. Sein faseriges Fruchtfleisch erinnert an dünne Spaghetti und lässt sich mit allem servieren, womit sich auch Teigwaren toppen lassen.

Ein Hingucker ist der Delicata-Kürbis. «Er sieht mit seiner gelb-grünen Schale, die man übrigens mitessen kann, aus wie eine dicke Zucchini», erklärt Foodbloggerin Kollmann.

Was alle Kürbissorten gemeinsam haben: Sie sind nicht aufdringlich, sondern kommen neutral, manchmal leicht süss daher. Mit der Wahl der Würzung lässt sich Kürbis in unterschiedliche Richtungen stupsen, so Dusy.

Mit Orangensaft die Süsse hervorkitzeln

Wer seinen Salat mit gerösteten Kürbiswürfeln toppt, kann durch etwas Orangensaft im Dressing seine Süsse weiter hervorkitzeln. Denselben Effekt erreicht man, wen man die Kürbissuppe zur Abwechslung mal mit etwas Honig abrundet.

«Kürbis lässt sich aber auch gut mit Säure kombinieren, etwa durch Essig oder Zitronensaft», sagt Dusy. Wer es scharf mag, kombiniert das Gemüse mit Chili oder Ingwer.

Kürbisschnitze
Kürbisschnitze für die Zubereitung im Backofen. - Unsplash

Welches Lieblingsgericht man auch hat: Die Wahrscheinlichkeit, dass man Kürbis darin unterbringen kann, ist gross.

Ob Lasagne, Risotto, Curry, Flammkuchen oder Pizza: Fast jedes Gericht bekommt durch Kürbiswürfel oder -scheiben eine herbstliche Note.

Kürbis lässt sich sogar zwischen den Brötchenhälften eines Burgers unterbringen, wie Kollmann erklärt.

Für ein herbstliches Burger-Patty raspelt sie Kürbis und vermengt ihn mit etwas Kürbispüree, Ei, Haferflocken, Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen zu einer Masse, die anschliessend in der Pfanne ausgebacken wird.

Kürbis-Twist für Waffelteig und «Arme Ritter»-Auflauf

Kürbispüree ist eine echte Alleskönner-Zutat. Selbst gemachte Brötchen, Pancakes oder Waffeln bekommen - nicht nur optisch - einen neuen Twist, wenn man etwas Kürbispüree unter den Teig hebt.

Kürbissuppe
Kürbissuppe ist der Klassiker. Aus dem Gemüse kann man aber noch viel mehr zubereiten. - Unsplash

Eine süsse Resteverwertung ist ein Kürbis-Brot-Auflauf. «Dafür werden Kürbisschnitze, Apfelschnitze und Brotwürfel in einer Auflaufform geschichtet», erklärt Dusy.

Ganz im Stil von «Arme Ritter» werden die Zutaten dann mit einer Mischung aus Milch, Zucker und verquirltem Ei übergossen, ehe die Form in den heissen Ofen geschoben wird.

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