Immer mehr Menschen möchten auch beim Tee nachhaltig handeln. So wird der Teegenuss umweltfreundlich und fair.
Hinter einer Teeernte steckt jede Menge Handarbeit.
Hinter einer Teeernte steckt jede Menge Handarbeit. - TeeGschwendner

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim nachhaltigen Teeanbau werden Monokulturen vermieden.
  • Manche Teeproduzenten haben ein Sozialprogramm, das durch die Verkäufe finanziert wird.
  • Labels geben eine Orientierung. Zusätzliche Recherchen sind empfehlenswert.

Von Klassikern wie Earl Grey bis zu aromatischen Sorten wie Chai und Ingwer: Tees sind nicht nur in der kalten Jahreszeit ein Muss.

Und im Vergleich zu seinem direkten Konkurrenten, dem Kaffee, kann sich der Tee in Sachen Nachhaltigkeit und Ökobilanz ohnehin sehen lassen.

Allerdings können Konsumenten mit wenigen Tricks ihren Teegenuss noch umweltbewusster gestalten.

Das fängt beim Blick auf Herkunft und Herstellung des Tees an und geht bis hin zur Verpackung.

Herkunft spielt eine wichtige Rolle

Viele sind sich über die Herkunft von Tee nicht bewusst. Hergestellt wird er hauptsächlich in Asien und Afrika, da die feuchten und erhöhten Regionen ideale Bedingungen für den Anbau bieten – und dank des feuchten Klimas kaum zusätzliche Bewässerung nötig ist.

Jedoch leidet oft die Artenvielfalt unter den Teefeldern.

Tee und Teekanne
Das Thema Nachhaltigkeit ist auch beim Tee angekommen. - Unsplash

Bei nachhaltigen Teefeldern achten die Unternehmen deswegen zunehmend auf das zusätzliche Pflanzen von Bäumen, was dem Erhalt der biologischen Vielfalt zugutekommt.

Auch Pestizide werden dort nicht verwendet. Die Bauern erhalten einen fairen Lohn für ihren Einsatz und arbeiten unter vergleichsweise guten Bedingungen.

Mit Projekten etwas beisteuern

Das soziale Zertifizierungssystem Fairtrade will mit seinen überarbeiteten Standards für Tee vor allem junge Menschen und Frauen schützen. Dazu gehören unter anderem angemessene Unterbringungs- und Arbeitsbedingungen sowie das Verbot von Geschlechterdiskriminierung und Zwangsarbeit.

Die Lohnsituation ist bis heute eine der grössten Herausforderungen nicht nur im Teesektor.

Aber auch Konsumenten können mit dem Kauf von nachhaltigen Teeprodukten selbst etwas dazu beitragen, um eine nachhaltige Produktion zu fördern.

So beteiligen sich viele Unternehmen inzwischen an sozialen Projekten, etwa für den Erhalt des Regenwalds oder Arten gefährdeter Raubkatzen.

Tipp: Informieren Sie sich über die Visionen einzelner Tee-Unternehmen. Oft geht ein Teil des Gewinns an gemeinnützige Organisationen.

Auf Siegel und Verpackung achten

Um sicherzugehen, dass es sich um einen nachhaltigen Tee handelt, hilft ein Blick auf Qualitätszeichen. Die sind zumeist direkt auf der Verpackung zu finden. Das Bio-Label, der grüne Frosch der Rainforest Alliance, das Fairtrade-Siegel oder eine UTZ-Zertifizierung sind nur einige von vielen Logos.

Achten Sie beim Teegenuss auf nachhaltige Labels?

Gleiches gilt auch für die Verpackung. Wie viel Plastik wird verwendet? Sind Holz- oder Papierprodukte mit dem FSC-Logo versehen, das für den Schutz von Holzressourcen steht?

Nachhaltige Hersteller achten zumeist auf eine umweltfreundliche Verpackung und setzen gegebenenfalls auf Kunststoffe, die biologisch abbaubar sind.

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