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Virginie Efira freut sich in Locarno über Preis für mehrere Filme

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Italien,

Die Schauspielerin Virginie Efira ist am Freitagabend am Locarno Film Festival fröhlich vor die Leinwand auf der Piazza Grande getänzelt. Dort wurde ihr der Leopard Club Award überreicht.

Virginie Efira nahm am Freitagabend strahlend den Leopard Club Award am 79. Locarno Film Festival entgegen und lobte den Kinoanlass für seine Publikumsanziehung.
Virginie Efira nahm am Freitagabend strahlend den Leopard Club Award am 79. Locarno Film Festival entgegen und lobte den Kinoanlass für seine Publikumsanziehung. - Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Mit ihrem Schauspiel gelinge es ihr, die Nuancen der menschlichen Komplexität zu enthüllen, hiess es, bevor Virginie Efira auf die Bühne vor das Publikum gebeten wurde. Eine «Freude» und ein «Privileg» sei es, hier zu sein, vor so vielen Menschen, sagte sie. Sie bedankte sich beim Publikum für dessen Neugier für Film und Kino.

Efira verkörpere die Modernität des Kinos, lobte sie Giona A. Nazzaro, der künstlerische Festivalleiter, der ihr daraufhin die Trophäe in Raubkatzenform reichte.

Es sei speziell für sie, denn es sei das erste Mal, dass sie einen solchen Preis erhalte, meinte Efira, womit die sehr wohl mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin kurz für fragende Blicke und Lacher sorgte. Die in Belgien geborene Darstellerin hat sich in den letzten Jahren im französischsprachigen Kino einen grossen Namen gemacht und ist Trägerin eines Césars, des nationalen Filmpreises von Frankreich.

«Ich meine, einen Preis für meine Arbeit in mehreren Filmen!», klärte sie dann sogleich auf, «und nicht für eine Leistung in einem bestimmten Film».

Liebe zur Sprache

Grosse Anerkennung hatte sie auch für ihr Schauspiel im Drama «Soudain» bekommen: Ihre Leistung in diesem Film des japanischen Regisseurs Ryūsuke Hamaguchi («Drive My Car», 2021) brachte ihr in Cannes den Preis als beste Schauspielerin ein. Sie wird ihn am Samstag persönlich in Locarno vorstellen.

In «Soudain» verkörpert Efira eine empathische Altenheimleiterin, die im Seniorenhaus in der Nähe von Paris eine menschlichere Philosophie einführen möchte, wobei sie auf Widerstand stösst. Der Film zeichnet eine Freundschaft nach, die sie dann mit einer japanischen Regisseurin, die an Krebs leidet, eingeht. Der Film zeigt die Verbundenheit der beiden mit tiefgründigen Gesprächen und der gemeinsamen Liebe zur Sprache. Um dem gerecht zu werden, soll Efira Japanisch erlernt haben.

Mit dem Leopard Club Award ehrt das Locarno Film Festival eine Persönlichkeit, deren Arbeit in der Filmbranche die «kollektive Vorstellungskraft geprägt hat». Sich weiter von ihr prägen lassen kann man in der Deutschschweiz ab dem 27. August, wenn «Soudain» in die Kinos kommt.

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