Olympia 2026: Norwegischer Curler schimpft über «beschissenes Eis»

Offiziell beginnt Olympia 2026 erst am Freitag. Die ersten Events haben aber schon am Mittwoch begonnen, am Donnerstag geht es weiter. Nau.ch begleitet den Tag.

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An der WM 2023 sorgten Jasmine Flury und Corinne Suter für Schweizer Abfahrts-Medaillen. Drei Jahre später sind sie die Hoffnungsträger an Olympia. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fanny Smith und Nino Niederreiter tragen an den Eröffnungsfeiern am Freitag die Fahne.
  • Stefan Rogentin sichert sich den vierten Startplatz in der Olympia-Abfahrt.
  • Briar Schwaller-Hürlimann/Yannick Schwaller sind im Curling-Mixed-Doppel im Einsatz.
Freust du dich auf die Olympischen Winterspiele?

Der Olympia-Tag im Ticker

22.45 Uhr: Norwegischer Curler: «Was für ein beschissenes Eis!»

Die Herstellung von Eis für Curling-Wettbewerbe gilt als anspruchsvolle Präzisionsarbeit. Am Olympia-Austragungsort Cortina d’Ampezzo scheint diese Herausforderung jedoch nicht vollständig gelungen zu sein.

Darauf deutet zumindest der Frustausbruch des norwegischen Curlers Magnus Nedregotten hin. Nach dem ersten End der Partie gegen die USA (6:8) schimpfte der 35-Jährige: «Das ist so verdammt langsam. Verdammt, was für ein beschissenes Eis!»

Olympia 2026
Ist gar nicht zufrieden mit dem Eis bei Olympia 2026: Curlers Magnus Nedregotten. - Keystone

Später wurde Nedregotten im norwegischen Rundfunk auf seine Worte angesprochen. «Habe ich beschissenes Eis gesagt? Das war noch sehr vornehm ausgedrückt», sagte er.

22.15 Uhr: Hasler verpasst Qualifikation für Big-Air-Final

Jonas Halser wird beim Big-Air-Final nicht dabei sien. Auch weil er im dritten Sprung ausrutscht und dieser nicht gewertet wird, verpasst der 19-Jährige die Top 12. Er wird aber noch im Slopestyle und der Halfpipe zum Einsatz kommen.

21 Uhr: Mixed-Curler gelingt erfolgreiche Reaktion

Nach der Niederlage gegen die USA vom Nachmittag findet das Curling-Ehepaar Schwaller/Schwaller-Hürlimann eine Antwort. Gegen das Dueo Jeong/Kim aus Südkorea gelingt ein 8:5-Erfolg.

20.45 Uhr: Starke Trainingsleistungen der Schweizer Skispringer

Die talentierten Felix Trunz und Sandro Hauswirth überzeugen im Training auf der Skisprung-Schanze. Der erst 19-jährige Ostschweizer Trunz landet überraschend auf dem neunten Platz. Hauswirth sichert sich den 13. Trainings-Rang.

Teamleader Gregor Deschwanden kommt derweil noch nicht ganz wie erhofft ins Fliegen. Der 34-jährige Innerschweizer landet auf Platz 22.

16.45 Uhr: Jetzt ist auch Abfahrts-Quartett der Frauen bekannt

Einen Tag nach der Herrenabfahrt gehen die Frauen an Olympia 2026 an den Start. Nun ist auch klar, wer die Abfahrt für die Schweiz in Angriff nehmen wird: Corinne Suter, Jasmine Flury, Malorie Blanc und Janine Schmitt.

Damit bleitb Delia Durrer im internen Konkurrenzkampf das Nachsehen, sie wird am Sonntag nicht dabei sein.

16.30 Uhr: Niederlage gegen USA für Schweizer Mixed-Curler

Nach dem gelungenen 9:7-Startsieg am Mittwoch, verlieren die Schweizer Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller ihre zweite Partie an den Olympischen Spielen. In Cortina unterliegt das Ehepaar im Mixed gegen Cory Thiesse und Korey Dropkin 4:7.

Noch heute geht es für das Schweizer Mixed-Duo mit dem dritten Spiel weiter. Gegner wird ab 19 Uhr Südkorea sein.

15 Uhr: Viermal Gold? Odi schliesst Team-Kombi-Start nicht aus

An der Ski-WM 2025 steigt erstmals die Team-Kombination – und die ist aus Schweizer Sicht ein voller Erfolg: Franjo von Allmen gewinnt die Abfahrt/Slalom-Kombi mit Loïc Meillard (29) vor Alexis Monney und Tanguy Nef. Platz drei geht an Stefan Rogentin und Marc Rochat.

Olympia 2026
Bei der WM in Saalbach sorgen die Schweizer in der Team-Kombination für einen Dreifachsieg. - keystone

Damals nicht dabei: Marco Odermatt, dem der neue Event nicht recht ins WM-Programm passt. Bei der Olympia-Premiere ist ein Start für den Ski-Dominator aber denkbar, wie er dem «Blick» erklärt.

«Ich habe mich definitiv noch nicht gegen den Start in der Team-Kombination entschieden», so Odi. Dies, weil der Event «praktisch» zwischen Abfahrt und Super-G stattfindet. «Deshalb ist die Chance gross, dass ich am Start stehen werde. Definitiv entscheiden werde ich das aber erst nach der Abfahrt

Olympia 2026
Marco Odermatt entscheidet sich nach der Abfahrt, ob er bei Olympia 2026 die Team-Kombi fährt. - keystone

Läuft es perfekt, könnte Marco Odermatt also viermal Gold abräumen. Das ist zuvor noch keinem Alpin-Athleten bei Olympischen Spielen gelungen.

14.30: Snoop Dogg trägt Olympische Fackel

Er ist wieder da! Am Mittwoch trägt US-Rapper Snoop Dogg die Olympische Fackel durch Gallarate.

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Snoop Dogg wird auch bei Olympia 2026 dabei sein. - x/olympiacortina

Der 54-Jährige ist nach seinem Auftritt als US-Fan an den Sommerspielen diesmal auch an den Winterspielen dabei. Und zwar als erster «Ehren-Trainer» in der Geschichte der US-Delegation. Bereits an den Sommerspielen 2024 in Paris trug Snoop Dogg die Fackel.

14 Uhr: Abfahrts-Quartett steht

Olympia 2026
Stefan Rogentin sichert sich seinen Startplatz bei der Olympia-Abfahrt. - keystone

Die Würfel sind gefallen: Neben Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney wird Stefan Rogentin am Samstag bei der Olympia-Abfahrt starten. Der Bündner sticht NIels Hintermann im zweiten Training aus.

12.05 Uhr: Smith und Niederreiter sind unsere Fahnenträger!

Skicross-Legende Fanny Smith und Eishockey-Star Nino Niederreiter tragen bei der Eröffnungsfeier am Freitag die Schweizer Fahne. Das gibt Swiss Olympic am Donnerstagmittag bekannt.

«Beide haben sich mit viel Beharrlichkeit und grossem Willen als Vorbilder etabliert und beide leben die Olympischen Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt vor», wird Chef de Mission Ralph Stöckli in einer Mitteilung zitiert.

Nino Niederreiter
Nino Niederreiter hat in der NHL mittlerweile über 1000 Spiele absolviert. - keystone

Smith wird die Schweizer Fahne in Livigno tragen. In Mailand ist eine zweite Fahne in den Händen Niederreiters, der sie an der Eröffnungsfeier ins San-Siro-Stadion führt.

«Ich war sehr bewegt, als ich erfuhr, dass ich als Fahnenträgerin der Schweizer Delegation ausgewählt wurde», sagt Fanny Smith. «Es ist eine grosse Ehre und eine Anerkennung, die weit über sportliche Resultate hinausgeht. Ich freue mich darauf, diese starken und einzigartigen Emotionen mit dem gesamten Schweizer Olympia-Team zu teilen.»

Fanny Smith
Fanny Smith gewann bereits zweimal Olympia-Bronze im Skicross. - keystone

Nino Niederreiter kommentiert: «Es ist eine riesige Ehre und ein unglaubliches Privileg, die Schweiz als Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina zu vertreten. Ich bin sehr stolz, dieses Symbol unseres Landes vor der ganzen Welt tragen zu dürfen und ich freue mich sehr auf das bevorstehende Eishockeyturnier.»

12.00 Uhr: Hemetsberger stürzt ohne Helm ins Fangnetz

Für einen Trainings-Schreckmoment sorgt Daniel Hemetsberger. Den Österreicher verdreht es in einer schnellen Rechtskurve. Hemetsberger knallt rückwärts ins äussere Tor, verliert den Helm und stürzt heftig ins Fangnetz.

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Daniel Hemetsberger stürzt beim 2. Abfahrts-Training bei Olympia 2026. - SRF

Der 34-Jährige steht aber schnell wieder und kann auf den Ski hinunterfahren. Jedoch blutet dem Österreicher die Nase.

In Bormio hat Hemetsberger eine Vorgeschichte: 2018 stürzte er im Super-G und zog sich einen Kreuzband-, Innenband- und Meniskusriss im linken Knie zu. Es war bereits sein vierter Kreuzbandriss.

11.50 Uhr: Rogentin schneller als Hintermann

Das zweite Abfahrts-Training der Männer ist aktuell im Gange. Der Fokus gilt Stefan Rogentin und Niels Hintermann: Die beiden konkurrieren sich um den vierten und letzten Schweizer Startplatz bei der Olympia-Abfahrt.

Olympia 2026
Stefan Rogentin gelingt das zweite Abfahrts-Training an Olympia 2026. - keystone

Rogentin liefert im Training nun das bessere Argument. Der 31-Jährige ist bis zur abgemachten «Ziellinie» einige Zehntel schneller als Hintermann. Damit dürfte der Startplatz an ihn gehen – offiziell ist aber noch nichts.

08.15 Uhr: Hintermann sagt nach Quali-Ärger sorry – Coach erklärt

Ihm sei am Dienstag «von den drei Chefs die Laune ein bisschen verdorben worden». So äusserte sich Niels Hintermann nach dem ersten Abfahrts-Training auf der Olympia-Strecke am Mittwoch gegenüber SRF.

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Niels Hintermann ist so richtig sauer. - SRF

Der Grund: Neben Marco Odermatt und Franjo von Allmen ist auch Alexis Monney für die Abfahrt am Samstag gesetzt. Obwohl er diese Saison noch keinen Podestplatz einfahren konnte.

Offen ist im Schweizer Team somit nur noch ein Startplatz. Diesen machen Hintermann und Stefan Rogentin unter sich aus.

Tom Stauffer
Cheftrainer Tom Stauffer kann den Ärger von Niels Hintermann ein Stück weit nachvollziehen. - SRF

Chefcoach Tom Stauffer erklärt, dass Odermatt und Von Allmen «mit ihren Erfolgen natürlich gesetzt» sind. «Ich würde ja gerne alle fahren lassen», sagt Stauffer weiter. Man habe aber halt nur vier Startplätze.

Das zweite Training am Donnerstag (11.30 Uhr) wird nun über den letzten noch offenen Platz entscheiden. Die Zeit spiele dabei eine grosse Rolle, so Stauffer, sei aber nicht der einzige Faktor.

Verstehst du den Ärger von Niels Hintermann?

Niels Hintermann entschuldigt sich am Mittwochabend derweil für seine Aussagen. «Da sind die Emotionen wieder mal mit mir durchgegangen», schreibt er auf Instagram. «Im Ziel ist mir der Moment entglitten. Die Emotionen waren echt, aber meine Reaktion war nicht okay.»

Niels Hintermann
Niels Hintermann entschuldigt sich auf Instagram nach dem Quali-Ärger. - Instagram/nielshintermann

Der Zürcher stellt klar: «Es ging zu keinem Zeitpunkt darum, dass ich es Alexis Monney oder Stefan Rogentin nicht gönne. Ganz im Gegenteil. Ich habe keinerlei schlechtes oder feindliches Gefühl ihnen gegenüber – wir sind Teamkollegen, und ich respektiere ihre Leistungen voll und ganz. Sie haben und hätten den Startplatz sehr verdient.»

Er sei stets «davon ausgegangen, dass ich in einer Qualifikation um einen Platz kämpfen werde – einfach in einer anderen Konstellation. Das hat mich aus der Bahn geworfen, rechtfertigt meine Reaktion aber nicht.»

06.00 Uhr: Heute Abfahrts-Training und Bormio

Planmässig sollten heute sowohl die Männer als auch die Frauen auf die Abfahrts-Pisten gehen. Die Männer sind wie schon am Mittwoch auf der berüchtigten Stelvio in Bormio unterwegs. Die Frauen müssen an diesen Winterspielen hingegen noch warten.

Marco Odermatt Olympia 2026
Marco Odermatt im ersten Training bei Olympia 2026 in Bormio. - keystone

Bei den Männern steht heute die Entscheidung an, wer das letzte Ticket für die Abfahrt löst. Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney sind gesetzt. Stefan Rogentin und Niels Hintermann duellieren sich um den vierten Startplatz.

Das Training der Frauen in Cortina fiel hingegen den starken Schneefällen dort zum Opfer. Am Freitag soll auf der Tofana aber trainiert werden können. Malorie Blanc, Delia Durrer, Jasmine Flury, Janine Schmitt und Corinne Suter bilden das Schweizer Quintett.

05.45 Uhr: Curling, Ski Alpin, Eishockey und Snowboard

Am zweiten Prolog-Tag vor der Eröffnungsfeier geht es bereits in vier Disziplinen zur Sache. Wie schon am Mittwoch sind die alpinen Ski-Stars im Abfahrtstraining im Einsatz.

Auch im Curling geht es schon heiss her – mit einem Schweizer Duo: Das Ehepaar Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller ist im Mixed-Doppel im Einsatz. Das Schweizer Paar trifft am Donnerstag in Session 3 auf die USA und in Session 4 auf Südkorea.

Curling Olympia 2026
Das Mixed-Doppel im Curling geht bei Olympia 2026 am Donnerstag weiter. - keystone

Den Olympia-Auftakt gibt es zudem in zwei weiteren Wettbewerben: Das Eishockey-Turnier der Frauen beginnt mit den ersten vier Partien der Gruppenphase. Und die Snowboarder bestreiten die Qualifikation für den Big-Air-Wettkampf der Männer.

Kommentare

User #2768 (nicht angemeldet)

Die steine sind der grund nich das eis🤣

User #4592 (nicht angemeldet)

Zuerst austeilen, dann jammern und gleich wieder austeilen. Hat keinen Anstand - er ist mir sehr unsympathisch!

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