Bündner Langläuferin Kälin über Olympia-Coups: «Immer noch happy»

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Engadin,

Nach dem doppelten Medaillengewinn an Olympia 2026 wurde Nadja Kälin am Montagabend im Bundeshaus empfangen. Die Bündner Langläuferin sprach mit Nau.ch.

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Nadja Kälin im Interview mit Nau.ch. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Nadja Kälin befindet sich nach der Olympia-Saison seit Anfang Mai wieder im Training.
  • Am Montagabend war die zweifache Medaillengewinnerin im Bundeshaus zu Gast.
  • Viel habe sich seit den gewonnenen Edelmetallen nicht verändert, sagt sie im Interview.

Mit zwei Olympia-Medaillen im Gepäck reiste Langläuferin Nadja Kälin im Februar von den Winterspielen in Mailand/Cortina ab. Die Bündnerin überraschte in Italien mit ihren Spitzenleistungen und schrieb Schweizer Langlauf-Geschichte.

Erst holte Kälin mit Partnerin Nadine Fähndrich Silber im Teamsprint.

Dann doppelte die mittlerweile 25-Jährige in der Königsdisziplin nach: Kälin raste über 50 km klassisch sensationell Bronze.

Damit schrieb sie Schweizer Sportgeschichte: Erstmals schaffte es eine Schweizer Langläuferin bei einem Einzel-Wettbewerb aufs Podest.

Im Medaillen-Trubel geht beinahe vergessen, dass Kälin schon zu Beginn der Spiele eine starke Leistung gezeigt hatte. Mit Rang vier im Skiathlon schnupperte sie früh am Podest.

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«Mach es wie Klaebo!» Nadja Kälin läuft sensationell zu Olympia-Bronze. - SRF

Aufgrund dieser überragenden Leistungen durfte die Zeitmilitär-Soldatin am Montagabend nun das Bundeshaus besuchen. Sportminister Martin Pfister empfing die Gewinnerinnen und Gewinner von Medaillen und Diplomen an Olympia 2026 und den Paralympics.

Kälin: «Kam immer noch unerwartet»

Nau.ch fragt bei Kälin nach: Kommen altbekannte Erfolgsgefühle hoch?

«Es gab ein Video mit einem Rückblick – da wurdest du schon grad wieder ein bisschen zurückversetzt», antwortet die zweifache Medaillengewinnerin.

Insgesamt habe sich ihr Leben seit dem Olympia-Erfolg «grundsätzlich nicht viel» verändert, erzählt Kälin. Nach den Winterspielen galt der Fokus auch gleich wieder dem Weltcup. Dann ging es ab in die Ferien – «von dem her habe ich noch nicht so viel mitgekriegt».

Schaut man nach drei Monaten anders auf die Olympia-Medaillen? Nicht wirklich, meint Kälin: «Es kam immer noch unerwartet, auch wenn ich jetzt noch zurückschaue. Ich bin logischerweise immer noch happy darüber.»

WM im nächsten Winter

Seit dem 1. Mai befinden sich Nadja Kälin und die anderen Langläuferinnen nun wieder im Training. Der Weltcupstart erfolgt Ende November im finnischen Ruka.

Vom 22. Februar bis 7. März 2027 finden in Falun (Schweden) dann die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften statt. Die Schweiz darf mit Nadja Kälin von Medaillen träumen.

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