Olympia 2026 – Rast: Wäre schön, den Olympic Spirit zu spüren
Nach ihrem Silber-Triumph bei Olympia 2026 erklärt Camille Rast, was sie an den Spielen in Italien stört und was sie noch von Shiffrin lernen kann.
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Das Wichtigste in Kürze
- Camille Rast holt beim Olympia-Slalom Silber hinter Mikaela Shiffrin.
- Die Schweizerin erklärt ihre Kritik für die Piste.
- Und sie sagt, für wen die Silbermedaille ein schönes Geschenk sei.
Nachdem die Schweizer Ski-Frauen bei Olympia 2026 meist weit von Medaillen entfernt waren, gelingt im Slalom der versöhnliche Abschluss. Wendy Holdener hat als Vierte zwar Pech, Camille Rast fährt aber zu Silber. Nur Dominatorin Mikaela Shiffrin ist schneller.
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Nach der Siegerehrung strahlt Camille Rast vor dem SRF-Mikrofon: «Es war schon ein sehr anderes Gefühl als im Weltcup. Wir haben es so genossen – mega cool.» Der Moment sei für alle drei auf dem Podest surreal gewesen.
Im «SRF Studio» wird sie gefragt, wie viele Gratulationen sie schon erhalten habe. «Ich habe noch nicht auf mein Handy geschaut, aber es sind sicher viele gekommen», sagt die Technikerin.
Camille Rast: Druck hat uns gepusht
Aber jetzt sei sie erst mal da mit dem Team. «Viele haben ihre Pläne geändert und bleiben heute noch. Das ist mega schön, ich schätze es sehr.»
Vor dem letzten Rennen gab es viel Kritik an den Schweizer Skifahrerinnen, die an Olympia 2026 nicht überzeugen konnten. «Man spürt die Stimmung», sagt Rast, die wegen des Drucks nicht viel in Zeitungen schaut.
Sie habe den Druck gespürt, «aber das hat uns auch gepusht». Vor dem Slalom seien alle vier Technikerinnen gut in Form gewesen, jede hätte die Chance gehabt, eine Medaille zu gewinnen.

Vor dem Rennen fiel Rast mit Kritik an der Piste auf, im Interview wiederholt sie diese: «Die Piste ist nicht meine Favoritin, sie ist flach. Nach einem Fehler kann man nicht wieder Geschwindigkeit holen.»
Shiffrin sei perfekt gefahren, habe es «irgendwie» geschafft, Speed aufzubauen. «Das schaffe ich noch nicht. Das muss ich noch lernen.
Bei den Olympischen Spielen 2026 leben die Athleten an verschiedenen Standorten. Sie wohne nicht im Olympischen Dorf wie noch 2022 in Peking. Deshalb habe sie nicht wirklich das Gefühl von Olympischen Spielen. «Es wäre schön, den ‹olympic spirit› zu spüren.»
«Geschenk» für abtretenden Coach Wicki
Was die Medaille für Rast besonders macht: «Heute war mein letztes Rennen mit meinem Coach Denis.» Dieser geht nach Olympia 2026 in Pension.
«Das ist ein schönes Geschenk für ihn.» Für Camille Rast war Denis Wicki stets eine wichtige Bezugsperson und ein Mentor.
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«Ich habe ihn gesehen, das war so schön. Heute Abend können wir es einfach geniessen – wir haben jetzt einen richtigen Grund, nicht heimzugehen.»
Für die Technikerinnen geht es im Weltcup erst in rund einem Monat weiter. Am 14. März steht der Riesenslalom von Are an. Einen Tag später folgt der neunte und zweitletzte Slalom der Saison.
















