Carlos Alcaraz – Ex-Coach Ferrero: «Ist schwer, ihn zu sehen»
Nach der Trennung von Juan Carlos Ferrero steht Carlos Alcaraz im Australian-Open-Halbfinal. Sein Ex-Coach schaut weiter zu – hat jetzt aber einen Job im Golf.

Das Wichtigste in Kürze
- Carlos Alcaraz trennte sich Ende 2025 überraschend von Juan Carlos Ferrero.
- Der Ex-Coach gibt zu: «Es fällt mir schwer, ihn spielen zu sehen.»
- Ferrero selbst hat mittlerweile die Sportart gewechselt – er coacht jetzt einen Golfer.
Carlos Alcaraz steht bei den Australian Open unter den letzten vier. Nachdem er in den letzten Jahren jeweils im Viertelfinal scheiterte, erreicht er nun ohne Satzverlust den Halbfinal. Noch zwei Siege ist er vom «Career Slam» (Titel an allen vier Majors) entfernt.
Juan Carlos Ferrero kann seinem Schützling bei der Jagd nach diesem Traum nur noch von aussen zusehen. Am Ende des letzten Jahres hatte sich Carlos Alcaraz überraschend von seinem Coach, der ihn schon im Juniorenalter betreute, getrennt.
Ferrero: «Schwer, ihn spielen zu sehen»
Über diese Entscheidung äusserte sich Ferrero damals enttäuscht. Einen Monat später verrät er dem «Tengolf»-Magazin nun: «Natürlich fällt es mir schwer, ihn spielen zu sehen. Wenn das ganze Team dort sitzt, ist das nicht einfach.»

Obwohl er selbst nicht mehr beteiligt ist, drückt der 45-Jährige seinem Ex-Schützling aber weiter die Daumen: «Ich freue mich sehr darüber, dass er gewinnt. Er spielt auf einem sehr hohen Niveau und ich wünsche mir, dass er so weitermacht.»
Golf-Talent engagiert Ferrero
Ferrero selbst hat sich nach der Alcaraz-Trennung zu einem Sportartenwechsel entschieden. Der Ex-Profi – einst selbst die Weltnummer 1 im Tennis – ist neu Trainer eines Golfers. Der 21-jährige Ángel Ayora hat den Tennis-Erfolgscoach engagiert.

Dieser stellt klar: «Ich spiele seit 2000 Golf – der Sport ist mir überhaupt nicht fremd.» Er wolle dazu beitragen, dass sein neuer Schützling sich verbessert. Seine Rolle dabei: «Wir werden am mentalen Aspekt und der professionellen Entwicklung arbeiten.»
Er habe auch einige Angebote von Spielern der ATP oder WTA erhalten. «Aber nach so langer Zeit tut ein Tapetenwechsel gut», sagt Ferrero. In seiner eigenen Tennis-Akademie bleibt er allerdings weiter aktiv.
Auch Alcaraz-Gegner Zverev arbeitete mit Ferrero
Eine Coaching-Rückkehr ins Tennis hält er sich offen: «Vielleicht trainiere ich in Zukunft auch wieder einen Spieler, Mal sehen.» Auch vor Alcaraz arbeitete Ferrero schon als Tenniscoach, betreute kurzzeitig unter anderem Alexander Zverev.

Ausgerechnet jener Zverev trifft am Freitag im Australian-Open-Halbfinal auf Carlos Alcaraz. Juan Carlos Ferrero wird den Fernseher bestimmt einschalten – auch wenn es für ihn derzeit noch «schwer» ist.
















