Carlos Alcaraz: So absurd sind die Zahlen des Melbourne-Champions
Carlos Alcaraz hat jetzt auch die Australian Open gewonnen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Final-Gegner Novak Djokovic muss um seine grossen Rekorde zittern?

Das Wichtigste in Kürze
- Carlos Alcaraz gewinnt in Melbourne und komplettiert den «Career Slam» mit 22 Jahren.
- Der Spanier hat im Rennen um die ganz grossen Rekorde bereits einen Vorsprung.
- Und der neue Australian-Open-Champion verspricht: «Ich bin hungriger denn je!»
Carlos Alcaraz hat es geschafft: Mit 22 Jahren hat er jeden der vier Grand-Slam-Titel schon gewonnen. Er ist der siebte Spieler, dem das gelingt – und der mit Abstand jüngste. Zum Vergleich: Nadal gelang dies mit 24, Federer war 27 Jahre alt und Djokovic sogar 29.

Der Career Slam bedeutet auch: Schon jetzt ist Alcaraz auf jedem Belag brandgefährlich. Derzeit hält er drei der vier Grand-Slam-Titel – nur in Wimbledon musste er sich im Final Sinner geschlagen geben.
Djokovic zu Alcaraz: «Du hast noch so viel Zeit»
Wenig deutet darauf hin, dass die Alcaraz-Dominanz zeitnah endet. An den Australian Open war er in jedem Match dominant, musste nur im Halbfinal richtig kämpfen. Dort hatte er gegen die Weltnummer 3 Alexander Zverev aber auch alles im Griff, bis Krämpfe kamen.

Trotz körperlicher Probleme drehte er die Partie aber noch und schaltete den Deutschen aus. Abgesehen von Sinner fehlen derzeit die grossen Gegner. Im Melbourne-Final stand ihm ein 38-jähriger Djokovic gegenüber.
Dieser sagte an der Siegerehrung zu Carlos Alcaraz: «Du bist so jung, du hast noch viel Zeit.» Während beim Serben die Uhr abläuft, kann der Spanier noch jahrelang (Djokovics) Rekorde jagen.
Alcaraz mit grossem Vorsprung
Es deutet sich an, dass die scheinbar «uneinholbare» Marke von 24 Grand-Slam-Titeln vielleicht doch geknackt werden könnte. Schon jetzt steht Alcaraz bei sieben.
Damit hat der Spanier bereits Tennis-Legenden wie Boris Becker oder Stefan Edberg (beide sechs) überflügelt.

Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic hatte im Alter von Alcaraz erst einen Major-Titel gewonnen. Roger Federer und Rafael Nadal standen dem jungen Djokovic vor der Sonne. Alcaraz ist bereits das Mass der Dinge.
Im Rennen um die Rekorde hat der Spanier schon jetzt einen deutlichen Vorsprung. Er hat auch einen Frühstart hingelegt: Ende 2022 wurde er zur jüngsten Weltnummer 1 aller Zeiten. Über 50 Wochen hat er schon an der Spitze verbracht.

Auch hier gibt es einen Djokovic-Rekord, der unerreichbar schien: 428 Wochen war der Serbe die Nummer 1 der Welt. Aber auch hier hat Alcaraz im Altersvergleich einen klaren Vorsprung: Als Djokovic erstmals die Nummer 1 wurde, war er 24 Jahre alt!
Die Statistiken des Spaniers sind völlig absurd. Sie deuten darauf hin, dass der Mann aus Murcia zum besten Tennisspieler aller Zeiten werden könnte. Nur: Der Weg ist noch lang und erfordert jahrzehntelange Konstanz.
Carlos Alcaraz: «Bin hungriger denn je!»
Wird er vielleicht sogar zum ersten Mann seit Rod Laver 1969, der alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Jahr gewinnt? In Melbourne wird er gefragt, ob er nach dem «Career Slam» nun den «Calendar Slam» als nächstes Ziel ausrufe.

Die Antwort von Alcaraz: «Das wird eine riesige Herausforderung. Ich nehme erstmal ein Turnier nach dem anderen.» Er habe noch viele Ziele: «Ich will alle Masters-Turniere einmal gewinnen. Und den Davis Cup für Spanien.»
Dann seien da auch noch die ATP-Finals, die er in drei Teilnahmen nie gewinnen konnte. Nach dem Australian-Open-Sieg ist für Carlos Alcaraz klar: «Ich bin hungriger denn je!»
















