Carlos Alcaraz: «Die ATP-Regeln sind immer scheisse»
In Doha hat Carlos Alcaraz in seinem zweiten Spiel zu kämpfen. Zwischenzeitlich verliert die Weltnummer 1 die Fassung. Mittlerweile steht er im Final.
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Das Wichtigste in Kürze
- Beim Viertelfinal in Doha wird Carlos Alcaraz nach einer Verwarnung hässig.
- Der Spanier ist mit einem Entscheid der Schiedsrichterin überhaupt nicht zufrieden.
- Im Halbfinal schaltet Alcaraz auch noch Rublew aus und steht im Final.
Australian-Open-Champion Carlos Alcaraz ist nicht gerade für Wutausbrüche bekannt. Doch beim Viertelfinal gegen den Russen Karen Chatschanow (ATP 17) in Doha verliert die Weltnummer 1 kurzzeitig die Fassung.
Im ersten Satz gewinnt der Spanier beim Stand von 4:4 und 40:40 einen spektakulären Punkt. Alcaraz erläuft einen Stoppball und holt sich den Punkt mit dem nächsten Schlag.

In gewohnter Manier hebt er den Finger ans Ohr und will das Publikum hören. Via Handtuch geht es zum Service für den nächsten Punkt. Doch Alcaraz lässt sich dabei mehr Zeit als die erlaubten 25 Sekunden.
Die Folge: Von der Schiedsrichterin gibt es eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung.
Carlos Alcaraz findet die Regeln «scheisse»
Alcaraz geht daraufhin zur Unparteiischen ans Netz und diskutiert eine Minute lang. «Ich darf nicht mehr zum Handtuch gehen», sagt er sichtlich verärgert. Die Schiedsrichterin antwortet, sie habe die Uhr erst gestartet, als er beim Tuch war.
Schliesslich kommt auch Gegner Chatschanow ans Netz und fragt offenbar, ob sie die Warnung an Alcaraz zurücknehmen könne. Nein, lautet die Antwort.

Alcaraz gewinnt in der Folge den nächsten Punkt und stellt auf 5:4. Später ist der 22-Jährige aber noch immer wütend: «Die ATP-Regeln sind immer scheisse!», schreit er (Video oben).
Besonders nach längeren oder spektakulären Ballwechseln reagieren Spieler häufig sensibler auf die Verwarnungen. Schiedsrichtern wird in einigen Fällen jeweils mangelndes Fingerspitzengefühl vorgeworfen.
An die Regeln sind aber auch Sie gebunden.
Sinner scheidet aus Alcaraz im Final
Nach seinem Ärger verliert Carlos Alcaraz den ersten Satz im Tiebreak. Er entscheidet die folgenden beiden Sätze aber mit 6:4 und 6:3 für sich. Das Turnier in Katar ist sein erstes seit Melbourne, wo er am 1. Februar den Karriere-Grand-Slam geschafft hat.
Auch im Halbfinal läuft es rund, der Spanier schaltet Andrey Rublev aus und steht im Final.
Weltnummer 2 Jannik Sinner scheiterte in Doha derweil im Viertelfinal. Gegen Jakub Mensik (ATP 16) unterlag der Italiener in drei Sätzen 6:7, 6:2, 3:6.
















