Formel 1: Zwei Weltmeister schiessen vor GP heftig gegen neue Autos
Am Samstag galt es in der Formel 1 mit den neuen Autos erstmals ernst. Zwei Aushängeschilder kritisieren nach der Australien-Quali die Regeländerungen heftig.

Das Wichtigste in Kürze
- Lando Norris und Max Verstappen schiessen in Melbourne scharf gegen die neuen F1-Autos.
- Der amtierende Weltmeister sieht einen grossen Rückschritt.
- Verstappen hingegen hat keinen Spass mehr.
Vor dem ersten Saisonrennen der Formel 1 in Melbourne untermauert Mercedes seine Favoritenrolle. Die Silberpfeile fahren im Qualifying die Startplätze eins (George Russell) und zwei (Kimi Antonelli) heraus.

Mercedes ist im Hoch – und die Konkurrenz staunt teilweise über die Pace.
Verstappen: «Hat sehr wenig mit Rennfahren zu tun»
Nicht so Max Verstappen: «Das habe ich bereits in Bahrain gesagt: Warten wir ab, wie es in Melbourne läuft. Dann wird man sehen, wie schnell sie sind», zitiert «motorsport.com» den vierfachen Champion.
Verstappen erlebt am Samstag ein Qualifying zum Vergessen. Bei seiner ersten schnellen Runde fliegt er in der ersten Kurve wohl ohne Selbstverschulden ab und landet in der Mauer.
Das Rennen am Sonntag (5 Uhr) nimmt er also von weit hinten in Angriff.
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Der Holländer musste sich nach dem Unfall einer Untersuchung an seinen Händen unterziehen, blieb aber unverletzt. Im Anschluss kritisierte Verstappen ein weiteres Mal die neue Autogeneration der Formel 1.
«Man kann einfach nicht natürlich fahren. Im Grunde muss man überall so wenig wie möglich Gas geben, um die Batterie zu schonen. Bestimmte Kurven muss man anders angehen, damit man beim Herausfahren Batterie sparen kann», beklagt der Niederländer.

Es habe deshalb «sehr wenig mit Rennfahren zu tun» und mache «überhaupt keinen Spass». Das würde er auch sagen, wenn er sich weit vorne qualifiziert hätte. «Emotional und vom Gefühl her ist es komplett leer.»
Norris: Die «wahrscheinlich schlechtesten» F1-Autos
Ebenfalls scharfe Kritik gibt es vom amtierenden Weltmeister Lando Norris. Der Brite scheint bislang noch nicht auf der Pace von Teamkollege Oscar Piastri zu sein.
«Wir hatten die vielleicht besten Autos, die jemals in der Formel 1 gebaut wurden und am angenehmsten zu fahren waren. Und jetzt sind wir zu den wahrscheinlich schlechtesten gekommen», sagt er nach dem Qualifying.

Man müsse sich daran gewöhnen, «überall vom Gas zu gehen, um schneller zu fahren. Und in Gänge zu schalten, in die man eigentlich nicht schalten möchte.»
Norris findet: «Als Fahrer fühlt sich das nicht gut an.» Eine Ausrede für den sechsten Rang am Samstag sei dies aber nicht.
















