Formel 1 – Max Verstappen: «Sind damit ein bisschen zu spät dran»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Australien,

    Schon vor fast drei Jahren hat Max Verstappen Kritik am 2026er-Regelwerk der Formel 1 geübt. Jetzt zeigt sich der Holländer resigniert, was die Zukunft angeht.

    Max Verstappen Formel 1
    Max Verstappen erneuert seine Kritik am Reglement der Formel 1. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Formel 1 startet am Sonntag in Australien in die erste Saison mit dem neuen Regelwerk.
    • Dann wird sich erstmals klar zeigen, wie gut die neue Auto-Generation funktioniert.
    • Ex-Weltmeister Max Verstappen hat seine Befürchtungen erneuert.

    Ex-Weltmeister Max Verstappen macht sich wenig Hoffnung, dass die Formel 1 zeitnah auf die Auto-Bedenken reagiert. Der Holländer hatte die neue Auto-Generation nach den ersten Testtagen abschätzig als «Formel E auf Steroiden» bezeichnet. Auch von anderen Fahrern kam zuletzt immer wieder Kritik.

    Wer wird 2026 Formel-1-Weltmeister?

    Sein Ex-Teamkollege Carlos Sainz hatte die Regel-Hüter der FIA vor dem Saison-Auftakt in Melbourne noch zur Flexibilität aufgerufen. Der Spanier äusserte den Vorschlag, je nach Strecke unterschiedliche Vorgaben zur Energie-Rückgewinnung festzulegen. Dadurch könne den Bedenken hinsichtlich überbordendem Management entgegengewirkt werden, so Sainz.

    Max Verstappen Formel 1
    Max Verstappen hat noch nicht wirklich Spass an der neuen Formel 1. - Red Bull Content Pool

    Verstappen glaubt aber nicht daran, dass die Formel 1 an ihrem neuen Reglement schrauben wird. «Damit sind wir etwas zu spät dran», meint der vierfache Weltmeister, angesprochen auf Sainz' Vorstoss. «Angesichts der Summen, die in das neue Reglement investiert wurden, wird es eine Weile bestehen bleiben.»

    Hat die Formel 1 die Warnungen ignoriert?

    Die Probleme mit dem neuen Antriebsstrang – mit einer 50:50-Aufteilung zwischen Verbrenner und Elektroantrieb – «waren abzusehen», so Verstappen. Der Holländer hatte genau vor den nun auftretenden Schwierigkeiten schon im Sommer 2023 gewarnt. «Dass das Thema jetzt plötzlich aufkommt, ist ein bisschen spät», so Verstappen.

    Max Verstappen Formel 1
    Max Verstappen hat schon 2023 die neuen Formel-1-Regeln kritisiert. - keystone

    Das Kern-Problem, das sich bei den Testfahrten in Bahrain herauskristallisiert hat: Die Autos können nicht ausreichend Energie rekuperieren, um die 350 kW Elektro-Leistung konstant abzurufen. Neben einer Erhöhung der Rekuperations-Rate wurde deshalb auch über eine Reduktion des Elektro-Anteils diskutiert.

    Verstappen sieht keine einfache Lösung

    Zugleich betont der Red-Bull-Star, dass sich der Grad dieser Schwierigkeiten je nach Strecke unterscheiden könnte. «Es hängt auch sehr stark vom Streckenlayout ab», verweist der Holländer auf die unterschiedlichen Anforderungen. «Man kann die Leistung reduzieren, aber dann wird man natürlich auch langsamer in den Rundenzeiten.»

    Red Bull Formel 1
    Wie startet Red Bull am Sonntag in die neue Saison der Formel 1? - Red Bull Content Pool

    «Ich bin mir also nicht sicher», so Verstappen über die möglichen Lösungsvorschläge. «Es ist schwierig zu sagen, dass dies mit dem, was wir derzeit haben, die beste Lösung ist. Ich denke, deshalb wollen sie auch erst einmal sehen, wie es hier läuft. Aber es ist alles ziemlich kompliziert», so der Holländer.

    Kommentare

    User #3023 (nicht angemeldet)

    Tulpen-Maxli in seiner Red Bull-Dose schon wieder am Jammern....;-)))

    User #2100 (nicht angemeldet)

    Wie gross wird woll das Theater wenn es regnet?

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