Formel 1: Wird dieser Ex-F1-Pilot neuer Audi-Teamchef?
Audi steht in der Formel 1 nach den ersten Rennen schon wieder ohne Teamchef da. Vorerst übernimmt Mattia Binotto – aber gibt es langfristig einen neuen Boss?

Das Wichtigste in Kürze
- Audi ist in der Formel 1 auf der Suche nach einem neuen Teamchef.
- Jonathan Wheatley verlässt das Team nach wenigen Monaten wieder.
- Rückt nun ein Ex-F1-Pilot und Le-Mans-Sieger an die Spitze des Teams?
Der Start in die erste Saison als Werksteam in der Formel 1 ist Audi nicht schlecht geglückt. Der deutsche Rennstall, aufgebaut auf dem Fundament von Sauber, hat sogar schon seine ersten WM-Punkte gesammelt. Bislang liegt der Hersteller bei seiner Grand-Prix-Premiere also im Zeitplan.
Aber hinter den Kulissen brodelt es bereits wieder: Nach nur zwei Rennwochenenden schmiss Teamchef Jonathan Wheatley beim Rennstall aus Hinwil den Bettel hin. Der Ex-Red-Bull-Sportchef war erst im Vorjahr zu Audi – damals noch Sauber – gewechselt. Er steht vor einem Engagement bei Aston Martin, wohl aber frühestens in einigen Monaten.

Der Paukenschlag vor dem Japan-GP hatte intern einmal mehr Umwälzungen zur Folge: Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto, früher Teamchef bei Ferrari, führt vorerst als Wheatley-Ersatz das Team in der Formel 1. Mittelfristig wird man sich beim deutschen Auto-Giganten aber wohl einen waschechten Nachfolger für den Briten wünschen.
Le-Mans-Sieger als Teamchef in die Formel 1?
Motorsport-Kommentator Will Buxton bringt im «Up To Speed»-Podcast mit Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard einen Namen ins Spiel: Der ehemalige F1-Fahrer und dreifache Le-Mans-Sieger Allan McNish soll intern befördert werden. Der 56-jährige Schotte ist aktuell Leiter der Fahrer-Akademie bei Audi.

«Sie brauchen jemanden, der Jonathan Wheatley ersetzt», so der frühere F1-Kommentator Buxton. «Jemanden, der Teamchef werden und Binotto die technische Seite überlassen kann. So wie sich Adrian Newey bei Aston Martin auf die technische Seite konzentrieren wird. Audi hat bereits den perfekten Mann für diesen Job, und der heisst Allan McNish.»
«Er geniesst enormes Ansehen – aus gutem Grund»
«Er war ein brillanter Formel-Fahrer, ein brillanter Langstreckenrennfahrer, hat für Audi in allen Langstreckenrennen gewonnen», erinnert Buxton. Und McNish bringt auch schon Führungs-Erfahrung innerhalb des Konzerns mit. «Er war ihr Teamchef in der Formel E. Innerhalb eines Jahres hat er ein Team, das keine Rennen gewann, zum Titel geführt.»

McNish bringe «eine ausgewiesene Erfolgsbilanz» mit, so Buxton. «Er ist ihr Nachwuchs-Chef, ist also schon Teil des Teams. Meiner Meinung nach wäre er in der Lage, die Rolle als Teamchef nahtlos zu übernehmen. Er geniesst enormes Ansehen, und das aus gutem Grund», schliesst der Ex-F1-Kommentator.
















