Formel 1: Trump wollte Rennen einst nach New Jersey holen

Ronny Reisch
Ronny Reisch

USA,

Donald Trump beteiligte sich einst an US-Plänen der Formel 1. Flavio Briatore erinnert sich: «Er war ein guter Promoter – aber hatte keine Ahnung von Formel 1.»

Donald Trump Formel 1
Der heutige US-Präsident Donald Trump hatte einst auch bei Renn-Plänen der Formel 1 seine Finger im Spiel. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Flavio Briatore plaudert alte Pläne der Formel 1 für ein Rennen in New York aus.
  • Auf Anraten von Donald Trump wurde stattdessen New Jersey als GP-Standort anvisiert.
  • «Es wurde nie umgesetzt, weil der Typ, der die Strecke bauen sollte, pleitegegangen ist.»

Flavio Briatore, mittlerweile als Alpine-Chefberater tätig, plaudert gegenüber «The Race» eine Anekdote zu Donald Trump aus. Denn offenbar habe der heutige US-Präsident in den 2010er-Jahren versucht, die Formel 1 nach New Jersey zu holen.

Alpine-Chef
Alpine-Chef Flavio Briatore kennt Donald Trump eigenen Aussagen zufolge seit den 90er-Jahren. Gemeinsam planten sie ein Formel-1-Rennen in New Jersey. - Keystone

Briatore habe damals einen Videoanruf mit Bernie Ecclestone aufgegleist: «Ich habe Donald dazu gebracht, mit Bernie zu sprechen.» Der Formel-1-Boss Ecclestone habe zu diesem Zeitpunkt bereits ein Rennen in New York geplant.

Doch Trump stimmte ihn um. «Donald erklärte uns, dass New York City aus einer Million Gründen sehr schwierig wäre.» Der heutige US-Präsident sprach sich stattdessen für einen GP in New Jersey aus.

Donald Trump
Donald Trump war vor seiner ersten Amtszeit als US-Präsident als Geschäftsmann und Medienpersönlichkeit bekannt. - Keystone

«Trump hatte keine Ahnung von Formel 1», erinnert sich Briatore. «Aber er war ein sehr guter Promoter.» Ecclestone wurde offenbar überzeugt und führte im Anschluss Verhandlungen für einen grossen Preis von New Jersey.

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone, damals noch Formel-1-Boss, versuchte nach einem Telefonat mit Donald Trump einen Grossen Preis in New Jersey aufzugleisen. - Keystone

Doch so weit kam es nie. Briatore erzählt: «Es wurde nie umgesetzt, weil der Typ, der die Strecke bauen sollte, pleitegegangen ist.» In den USA sei die Formel 1 damals noch überhaupt kein grosses Thema gewesen, erzählt der Italiener.

«Damals redeten alle nur über NASCAR und Indycar. Als Liberty kam, änderte sich das aber.» Spätestens seit der Netflix-Hit-Serie «Drive to Survive» erfreut sich die Motorsport-Königsklasse auch in den USA grosser Beliebtheit.

Verfolgst du die Formel 1 schon lange?

Seit 2012 werden in Austin (Texas) jährlich Rennen in den USA durchgeführt. Auch Miami und Las Vegas sind mittlerweile fixe Bestandteile des Formel-1-Kalenders. Der New-Jersey-Plan platzte aber – trotz der Unterstützung des heutigen US-Präsidenten.

Kommentare

User #4556 (nicht angemeldet)

Wenn sich Trump im Gefängnishof sein privates Minigolf bauen lassen will, darf er aber die Einreichungsfrist für Baubewilligungen im Knast nicht verpassen, sonst geht es nochmal ein Jahr.

User #4344 (nicht angemeldet)

«Es wurde nie umgesetzt, weil der Typ, der die Strecke bauen sollte, pleitegegangen ist.» Muss ein Kumpel oder sogar angestellter von King Don gewesen sein.

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