Formel 1: Trump wollte Rennen einst nach New Jersey holen
Donald Trump beteiligte sich einst an US-Plänen der Formel 1. Flavio Briatore erinnert sich: «Er war ein guter Promoter – aber hatte keine Ahnung von Formel 1.»

Das Wichtigste in Kürze
- Flavio Briatore plaudert alte Pläne der Formel 1 für ein Rennen in New York aus.
- Auf Anraten von Donald Trump wurde stattdessen New Jersey als GP-Standort anvisiert.
- «Es wurde nie umgesetzt, weil der Typ, der die Strecke bauen sollte, pleitegegangen ist.»
Flavio Briatore, mittlerweile als Alpine-Chefberater tätig, plaudert gegenüber «The Race» eine Anekdote zu Donald Trump aus. Denn offenbar habe der heutige US-Präsident in den 2010er-Jahren versucht, die Formel 1 nach New Jersey zu holen.

Briatore habe damals einen Videoanruf mit Bernie Ecclestone aufgegleist: «Ich habe Donald dazu gebracht, mit Bernie zu sprechen.» Der Formel-1-Boss Ecclestone habe zu diesem Zeitpunkt bereits ein Rennen in New York geplant.
Doch Trump stimmte ihn um. «Donald erklärte uns, dass New York City aus einer Million Gründen sehr schwierig wäre.» Der heutige US-Präsident sprach sich stattdessen für einen GP in New Jersey aus.

«Trump hatte keine Ahnung von Formel 1», erinnert sich Briatore. «Aber er war ein sehr guter Promoter.» Ecclestone wurde offenbar überzeugt und führte im Anschluss Verhandlungen für einen grossen Preis von New Jersey.

Doch so weit kam es nie. Briatore erzählt: «Es wurde nie umgesetzt, weil der Typ, der die Strecke bauen sollte, pleitegegangen ist.» In den USA sei die Formel 1 damals noch überhaupt kein grosses Thema gewesen, erzählt der Italiener.
«Damals redeten alle nur über NASCAR und Indycar. Als Liberty kam, änderte sich das aber.» Spätestens seit der Netflix-Hit-Serie «Drive to Survive» erfreut sich die Motorsport-Königsklasse auch in den USA grosser Beliebtheit.
Seit 2012 werden in Austin (Texas) jährlich Rennen in den USA durchgeführt. Auch Miami und Las Vegas sind mittlerweile fixe Bestandteile des Formel-1-Kalenders. Der New-Jersey-Plan platzte aber – trotz der Unterstützung des heutigen US-Präsidenten.
















