Formel 1: «Macarena»-Flügel nach Verstappen-Crash vor dem Aus?
Die FIA untersucht die rotierenden Heckflügel in der Formel 1 nach dem Ausfall von Max Verstappen in Silverstone. Sind die «Macarena»-Flügel ein Risiko-Faktor?

Das Wichtigste in Kürze
- Die rotierenden Heckflügel rücken in den Fokus der Formel-1-Regelhüter.
- Zwei Unfälle bei Red-Bull-Pilot Max Verstappen werfen Sicherheits-Fragen auf.
- Red Bull könnte auf den «Macarena»-Flügel verzichten – McLaren will hingegen nachziehen.
An zwei Rennwochenenden hintereinander musste Max Verstappen wegen eines Flügel-Defekts einen Abflug hinnehmen: Erst verunfallte der Holländer im Qualifying beim Red-Bull-Heimspiel in Österreich. Und dann schied er beim Grossbritannien-GP auf Podest-Kurs liegend kurz vor Schluss nach einem Dreher aus.
In beiden Fällen war schnell klar: Nicht ein Fahrfehler war der Auslöser für den Abflug, sondern ein Defekt am Heckflügel. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies hatte nach dem Unfall des vierfachen Weltmeisters in Silverstone eine interne Untersuchung angekündigt. Man werde «keinen Stein auf dem anderen lassen», so Mekies.
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Nun haben sich gemäss «Motorsport.com» aber auch die Regelhüter der Formel 1 in die Sache eingeschaltet und selbst eine Untersuchung lanciert. Denn bei der FIA befürchtet man, dass die rotierenden Flügel ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten. Während Verstappen in Silverstone nur im Kies landete, schlug er in Österreich heftig ein.
«Macarena»-Flügel in der Formel 1 ein Risiko?
Red Bull ist in der Formel 1 mit dem «Macarena»-Flügel nicht alleine: Ferrari hatte ein ähnliches Konzept schon beim Vorsaison-Test in Bahrain enthüllt, aber erstmals in Miami eingesetzt. Bei Red Bull rotiert der Flügel in die Gegenrichtung, was ein aerodynamisch effizienteres, aber auch aggressiveres Verhalten zur Folge hat.

Bei den beiden Verstappen-Unfällen waren gemäss Red Bull zwei unterschiedliche, aber ähnliche Defekte der Auslöser. In beiden Fällen schloss sich der Heckflügel nicht zur Gänze – was den Abtrieb am Heck dramatisch reduzierte. Verstappen war dadurch beim Einlenken nur noch Passagier in seinem RB22.
Werden die «Macarena»-Flügel verboten?
Genau dieses Verhalten regt nun die FIA-Untersuchung an – sowohl bei Red Bull als auch beim bislang defektfreien Ferrari. Konkret soll überprüft werden, ob der Heckflügel zu jedem Zeitpunkt der Rotation dem Reglement entspricht. Auch, ob der Schliessmechanismus die vorgegebenen Zeitlimits einhält, soll genau überprüft werden.

Mittelfristig will die FIA Klarheit schaffen, ob es Regel-Anpassungen oder sogar ein Verbot der «Macarena»-Flügel benötigt. Red Bull hatte zuletzt in den Raum gestellt, in Belgien mit einem konventionellen Flügel zu fahren. McLaren hingegen wird in Spa-Francorchamps wohl erstmals seinen eigenen rotierenden Heckflügel einsetzen.
















