Formel 1 – Honda vor Heim-GP: «Haben Fortschritte gemacht, aber ...»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Japan,

Honda legt in der Formel 1 ein desaströses Comeback als Motoren-Hersteller hin. Chefingenieur Shintaro Orihara dämpft vor dem Heim-GP in Suzuka die Erwartungen.

Aston Martin Formel 1
Aston Martin leidet in der Formel 1 unter dem chancenlosen Honda-Motor. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Aston Martin fährt mit seinen Honda-Motoren aktuell hoffnungslos hinterher.
  • Am Wochenende gastiert die Formel 1 in Japan – das Heimspiel für Honda.
  • Der Motoren-Hersteller dämpft nun aber die Erwartungen seiner Fans.

Der Saisonstart in der Formel 1 ist für Aston Martin und den neuen Motoren-Partner Honda bislang eine einzige Katastrophe. Wegen der starken Motor-Vibrationen hält der AMR26 in den Händen von Fernando Alonso und Lance Stroll keine ganze Renndistanz durch. Schlimmer noch: Sogar die Gesundheit der Fahrer steht auf dem Spiel.

Schaffen Aston Martin und Honda eine Kehrtwende?

Eine Grand-Prix-Zielankunft steht nach den ersten beiden Rennwochenenden noch nicht zu Buche. Das Auto von Stroll gab im China-GP zuletzt nach wenigen Runden den Geist auf. Alonso stellte seinen Renner wegen der Vibrationen sogar freiwillig ab. Eine miserable Ausgangslage vor dem Heimrennen von Honda in Japan am Sonntag.

Orihara Honda Formel 1
Shintaro Orihara ist bei Honda als Chefingenieur für die Formel 1 tätig. - HRC

Trotzdem gibt sich Chefingenieur Shintaro Orihara vor dem Suzuka-Grand-Prix optimistisch. In China habe man «Fortschritte bei der Zuverlässigkeit der Batterien erzielt», so der Honda-Ingenieur. Man habe die Vibrationen aus der Power Unit verringern können. «Aber wir müssen weitere Lösungen für die Vibrationen finden, die die Fahrer beeinträchtigen.»

Suzuka-Layout schlecht für die neue Formel 1?

Die zweiwöchige Pause zwischen dem China-GP und dem Honda-Heimrennen in Suzuka habe man intensiv genutzt. «Wir haben uns auch darauf konzentriert, unsere Zuverlässigkeit weiter zu verbessern. Aber unsere Leistung ist immer noch nicht dort, wo wir sie gerne hätten, insbesondere in Sachen Energie-Management.»

Aston Martin Formel 1
Aston Martin verbringt in der Formel 1 aktuell viel Zeit in der Box. - keystone

Orihara rechnet damit, dass Suzuka der neuen Formel 1 schlechter liegen dürfte als zuletzt Shanghai. «Suzuka ist für das Energie-Management eine schwierige Strecke», so seine Prognose. «Wir haben die Erkenntnisse aus Australien und China genutzt, um uns besser auf den Grand Prix von Japan vorzubereiten.»

«Haben seit Bahrain einige Fortschritte gemacht»

Der Honda-F1-Chefingenieur dämpft dementsprechend die Erwartungen der japanischen Fans vor dem Heim-Grand-Prix. «Wir sind noch nicht auf dem Niveau, das wir uns für dieses Wochenende vorgenommen hatten», so Orihara. «Aber wir werden weiter hart daran arbeiten, unser Gesamtpaket zu optimieren.»

Aston Martin Formel 1
Ein vertrautes Bild: Lance Stroll bleibt mit seinem Aston Martin liegen. - keystone

Sein Wunsch für den Heim-Grand-Prix: «Ich möchte, dass die Honda-Fans sehen, dass wir seit Bahrain einige Fortschritte gemacht haben. Ich bin seit Jahrzehnten in Suzuka dabei und weiss daher, wie leidenschaftlich die Fans sind! Wir können auf ihre Unterstützung zählen, auch wenn wir auf der Rennstrecke gerne bessere Ergebnisse erzielen würden.»

Kommentare

User #4788 (nicht angemeldet)

Honda versagt zum zweiten mal in der Formel 1 und Alonso ist der grösste Leidtragende. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

User #9451 (nicht angemeldet)

Wozu? Honda muss hinstehen, nicht er. Es ist ja alles schon gesagt. Der Wagen selber scheint ja nicht schlecht zu sein, jedenfalls ist Alonso in den bisherigen Rennen nach dem Start immer gleich in den Punkterängen gelegen, obwohl ganz hinten gestartet. Aber nach zwei oder drei Runden ist halt dann offenbar fertig....

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