Lewis Hamilton: So historisch ist sein erster Sieg mit Ferrari
Lewis Hamilton gewinnt in Barcelona sein erstes Rennen mit Ferrari. Der Triumph ist nicht nur der Scuderia wegen speziell.

Das Wichtigste in Kürze
- Lewis Hamilton avanciert in Barcelona zum ältesten GP-Sieger seit 56 Jahren.
- Der Brite baut Rekorde aus und mischt plötzlich im Titelkampf mit.
- Wie Michael Schumacher feiert auch Hamilton den ersten Ferrari-Sieg in Barcelona.
Anderthalb Jahre nach dem Wechsel zu Ferrari ist es so weit: Lewis Hamilton gewinnt in Barcelona erstmals einen Formel-1-GP im roten Auto.
Nach einem schwierigen Jahr 2025 ist der Sieg in Spanien der vorübergehende Höhepunkt einer bislang starken zweiten Saison.
Lewis Hamilton mit Schumacher-Parallelen
Der Sieg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ist aus Ferrari-Sicht doppelt speziell: Michael Schumacher, ebenfalls siebenfacher Weltmeister, gewann sein erstes Rennen mit Ferrari auf derselben Strecke – vor genau 30 Jahren.
Damals bejubelte Ferrari seinen 106. Sieg in der Formel 1. Am Sonntag war es Nummer 249 für die Scuderia – und ausgerechnet der 106. Sieg für Hamilton.

Mit 40 Jahren und 158 Tagen ist Rennsieger Hamilton im Ranking der ältesten GP-Sieger auf Rang sieben geklettert. Insgesamt haben erst zehn Piloten in ihren Vierzigern ein Formel-1-Rennen gewinnen können.
Seit 1970 und Jack Brabham war kein Rennsieger älter als der Brite. Rekordhalter ist Luigi Fagioli, der 1951 mit 53 Jahren und 22 Tagen auf Rang eins fuhr.
Ein weiterer beeindruckender Meilenstein: Zwischen Hamiltons erstem Sieg in der Motorsport-Königsklasse und dem bislang letzten sind 19 Jahre und vier Tage vergangen – Rekord. Auf Rang zwei liegt in dieser Hinsicht gemäss «motorsport.com» Kimi Räikkönen (15 Jahre und 212 Tage). Rang drei belegt Michael Schumacher (14 Jahre und 32 Tage).
Historischer Tag für die Briten
Spitzenreiter ist Lewis Hamilton auch bezüglich der Anzahl Saisons mit mindestens einem Sieg. Den Rekord baut er am Sonntag auf 17 (!) aus. Schumacher gewann in 15 Saisons, Alain Prost in elf.
In die Geschichtsbücher eintragen können sich am Sonntag zudem zwei weitere Briten: George Russell (auf Rang zwei) und Lando Norris (auf Rang drei). Zusammen mit Hamilton sorgen sie erstmals seit 1968 und 58 Jahren wieder für ein komplett britisches Podest. Das gibt es zum insgesamt zwölften Mal.

Hamilton heimst am Sonntag nicht nur 25 Punkte ein, sondern profitiert auch vom Ausfall von seinem Mercedes-Nachfolger Kimi Antonelli. Der Rückstand auf den italienischen WM-Leader beträgt so plötzlich nur noch 41 Punkte.
Der Rekord-Weltmeister kämpft nun also um den achten Titel. Das nächste Kapitel wird kommende Woche geschrieben. Dann ist die Formel 1 auf dem Red-Bull-Ring in Österreich zu Gast.
















