Formel 1: Audi will «erfolgreichstes Team aller Zeiten» werden
Bei Audi steckt man sich für den Werks-Einsatz in der Formel 1 enorme Ziele: Teamchef Jonathan Wheatley spricht beim Team-Launch über die Ambitionen.

Das Wichtigste in Kürze
- Audi startet mit enormen Ambitionen in sein Formel-1-Projekt.
- Man wolle das erfolgreichste Team der F1-Geschichte werden, so Teamchef Jonathan Wheatley.
- Für 2026 steckt man die Ziele bescheidener: Konkurrenzfähig werden ist die Mission.
In der Formel 1 ändert sich zur Saison 2026 so einiges – auch aus Schweizer Sicht: Nach mehr als 30 Jahren verschwindet der Name Sauber wohl endgültig aus der Königsklasse. Der Schweizer Rennstall geht im neuen Werksteam des deutschen Automobil-Giganten Audi auf.
Eine Woche vor dem offiziellen privaten Shakedown der Formel 1 in Barcelona hat Audi sein erstes Grand-Prix-Auto enthüllt. Der R26 hat sein Strecken-Debüt in Spanien bereits hinter sich, nun ist das finale Design bekannt. Der auffällige Silber-Look mit roten und schwarzen Elementen ist eine drastische Abkehr vom neongrünen Sauber-Look der letzten Jahre.

Bei der Team-Präsentation in Berlin sprachen die Verantwortlichen hinter dem Audi-Projekt auch über die hohen Erwartungen. Denn Audi will in der Formel 1 nicht einfach nur mitfahren: Der deutsche Konzern aus der Volkswagen-Gruppe visiert als Werksteam mittelfristig den WM-Titel an.
«Erfolgreichstes Team» der Formel 1?
«Wir sind nicht hier, um herumzuspielen», betonte Teamchef Jonathan Wheatley bei der Präsentation des R26. In den kommenden Jahren will Audi zu einem Top-Team reifen. «Es ist ein ehrgeiziges Projekt, auch wenn wir bescheiden sind. Wir wissen, wo wir starten, und wir wissen, wo wir hinwollen.»

Die langfristigen Ambitionen des deutschen Herstellers sind enorm: «Wir wollen Audi zum erfolgreichsten F1-Team der Geschichte machen», gibt Wheatley die Marschrichtung vor. Dass der Weg dorthin ein langer sei, stehe ausser Frage. «Auf diesem Weg gibt es Meilensteine, und wir beginnen heute damit», so Wheatley.
«Durchschnittlichkeit ist keine Option mehr»
In die gleiche Kerbe schlägt auch der Projektleiter und Ex-Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. Auch der in Lausanne geborene Italiener gibt sich bescheiden.«Wir sind uns bewusst, dass wir erst am Anfang unserer Reise stehen. Wir wissen, dass viele Herausforderungen vor uns liegen, aber wir sind bereit dafür.»

«Wir haben lange darüber diskutiert, was unsere Ziele für 2026 sein sollten», verrät Binotto. «Geht es um die WM-Platzierung, oder visieren wir eine bestimmte Punktzahl an? Für uns geht es darum, konkurrenzfähig zu werden. Durchschnittlichkeit ist für dieses Team keine Option mehr», so Binotto.
















