Fährt die Formel 1 in Zukunft mit V8-Turbo-Motoren?
Hinter den Kulissen der Formel 1 wird bereits über die nächste Motoren-Generation verhandelt. Es zeichnet sich ab: Der V6-Motor dürfte ausgedient haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 plant nach den jüngsten Rückschlägen zeitnahe Änderungen an den neuen Autos.
- Hinter den Kulissen wird aber bereits am Motoren-Reglement für die Zukunft gearbeitet.
- Ab 2031 könnte die Königsklasse ohne Hybrid-Antrieb fahren – und wohl mit V8-Motoren.
Die neue Motoren-Generation in der Formel 1 hat sich bislang noch nicht bewährt. Zwar passieren auf der Strecke streng genommen mehr Überholmanöver als noch mit den Autos der Ground-Effect-Ära. Die meisten davon haben aber mit fahrerischem Können nichts zu tun, sondern sind unterschiedlichen Energie-Levels geschuldet.
Zudem sorgte der schwere Unfall von Oliver Bearman beim Japan-GP vor der unerwarteten Frühlings-Pause für hitzige Diskussionen. Mehrere Fahrer hatten schon im Vorfeld vor solchen Zwischenfällen gewarnt, die durch die enormen Tempo-Unterschiede entstehen. Auch im Sinne der Sicherheit fordern die Piloten Änderungen.
00:00 / 00:00
Im April finden durch die Absage zweier Grands Prix wegen des Iran-Krieges keine Formel-1-Rennen statt. Diese Zwangspause dürfte intensiv genutzt werden, um mögliche Änderungen im weiteren Saisonverlauf zu besprechen. So soll etwa die Maximal-Leistung aus dem Elektro-Antrieb reduziert werden, um leere Batterien zu verhindern.
Schafft die Formel 1 den Hybrid wieder ab?
Hinter den Kulissen laufen aber auch schon die Gespräche über die nächste Motoren-Generation an. Die aktuellen Triebwerke, mit der 50:50-Aufteilung zwischen Verbrenner und Elektro-Antrieb, sind bis 2030 im Einsatz. Für die Zeit danach steht gemäss «Auto, Motor und Sport» wohl auch eine Abkehr vom Hybrid im Raum.

Grund dafür sind die Fortschritte bei CO₂-neutralen Treibstoffen. Seit 2026 setzt die Formel 1 auf «Advanced Sustainable Fuels», die den Motorsport klimaverträglicher machen sollen. Damit fällt die ökologische Notwendigkeit für einen Hybrid-Antrieb weg. Zudem haben Hybrid-Motoren längst den Auto-Markt erobert, der Marketing-Wert sinkt also ebenfalls.
V8-Turbo-Motoren sind ab 2031 ein Thema
Pläne zu einem Abschied von den seit 2014 eingesetzten 1,6-Liter-V6-Turbomotoren gibt es schon seit längerem. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hatte diese Idee im Vorjahr wiederholt in den Raum gestellt. Sein Ziel war ein Wechsel der Formel 1 zu V10- oder V8-Antrieben.

Unter dem Blickwinkel der Strassen-Relevanz macht ein V8-Saugmotor aber wenig Sinn. Auf der Strasse kommen mittlerweile überwiegend Turbo-Motoren zur Anwendung. Ziemlich sicher ist also auch die nächste Generation der Formel 1 eine Turbo-Generation. Aktuell gilt ein 2,4-Liter-V8-Motor mit kleiner Hybrid-Komponente als die wahrscheinlichste Lösung.
















