Formel 1 – Sainz: «Egal, ob wir eine Sekunde langsamer sind»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

USA,

Nach dem Horror-Unfall von Oliver Bearman in Suzuka fordern die Fahrer in der Formel 1 umfassende Änderungen. Einer der schärfsten Kritiker ist Carlos Sainz.

Formel 1 Carlos Sainz
Carlos Sainz (Williams) beim Japan-GP der Formel 1. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Formel 1 geht im April in eine ungeplante Frühlings-Pause, erst im Mai geht es weiter.
  • Die Pause wird auch für Diskussionen über die Sicherheit der neuen Autos genutzt werden.
  • Nach dem Bearman-Unfall in Japan fordern die Fahrer schnelle Änderungen am Reglement.

Der Unfall von Oliver Bearman beim Japan-GP beschäftigt die Formel 1 auch in der ungeplanten Frühlings-Pause. Durch die Absagen der beiden Nahost-Grands-Prix geht es für die Formel 1 erst Anfang Mai in Miami weiter. Bis dahin gibt es aber reichlich Diskussionen hinter den Kulissen.

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Denn der Bearman-Crash in Suzuka hat die Fahrer angeregt, mit ihrer Kritik am neuen Reglement öffentlich zu werden. Bislang waren es überwiegend vereinzelte Piloten, die sich kritisch über die neuen Autos geäussert hatten. Doch nach dem Japan-GP hat der Wind in der Formel 1 gedreht – auch aus Sicherheitsgründen.

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Der Crash von Oliver Bearman in Suzuka. - x.com/f1

Denn mehrere Fahrer hatten, teilweise schon vor Jahren, Bedenken über das neue Reglement geäussert. Durch die grossen Energie-Unterschiede kommt es zu teils drastischen Tempo-Differenzen. Das war auch der Auslöser beim Abflug von Bearman, der mit 50 G Verzögerung in die Barrieren einschlug.

Die Formel 1 «muss alles tun, was nötig ist»

Um diese Unterschiede zu beseitigen, bräuchte es wohl umfassende Änderungen am Motoren-Reglement. Wie diese aussehen könnten, ist schwer abzuschätzen – auch für die Fahrer. «Ich weiss es nicht, ich bin kein Experte für diese Motoren. Aber wir müssen eine Lösung finden», meint etwa Carlos Sainz zu «ESPN».

Carlos Sainz Formel 1
Carlos Sainz übt erneut scharfe Kritik an der neuen Formel 1. - keystone

Der Spanier stellt klar, dass es keine Ausreden geben darf: «Man muss alles tun, was nötig ist. Es ist mir egal, ob wir eine halbe Sekunde langsamer sind, eine Sekunde langsamer pro Runde. Wenn man die Leistung ein wenig drosseln muss, damit der Elektromotor länger durchhält», so der Williams-Pilot.

Sainz: «Das sind keine echten Überholmanöver»

«Letztendlich bin ich überzeugt, dass es dann nicht nur sicherer wird, sondern auch wieder mehr Spass macht. Aber das ist zweitrangig – wichtig ist, dass eher früher als später eine Lösung gefunden wird», so Sainz. Die Meinung, dass die vielen Überholmanöver durch die Energie-Unterschiede gutes Racing seien, teilt er nicht.

Carlos Sainz Formel 1
Das aktuelle Racing in der Formel 1 begeistert Carlos Sainz nicht. - keystone

«Das sind keine Überholmanöver, es ist ein Vorbeifahren. Das hat nichts mit der Formel 1 zu tun, es ist wie auf der Autobahn. Man drückt den Boost und überholt, wenn man will», so Sainz. «Ich bin der Meinung, dass wir uns verbessern müssen – ich hoffe, Sie hören auf uns Fahrer.»

Kommentare

Sugus Experte

Am besten Sie produzieren gleich F1 TV Serien. Dann kann das Fahrzeug personalisiert werden. Kein Risiko, nur KI Aufwand und trotzdem fließt Geld.

User #6350 (nicht angemeldet)

Baut die Autos wieder mit einer echten Handschaltung. Dieser elektronische Schrott dürfen die aus der Formel E benutzen.

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