Ecclestone für Hamilton-Rücktritt: «Lewis ist müde»

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Deutschland,

Wie geht es für Lewis Hamilton in der Formel 1 weiter? Der Rekordweltmeister hat bei Ferrari viele Probleme und wirkt frustriert. Ein langjähriger Weggefährte hat einen Rat an den Briten.

Lewis Hamilton fährt den Erwartungen bei Ferrari hinterher.
Lewis Hamilton fährt den Erwartungen bei Ferrari hinterher. - Denes Erdos/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Bernie Ecclestone rät Lewis Hamilton zum Rücktritt aus der Formel 1.
  • Der siebenfache Weltmeister sei müde, brauche einen Neustart und sollte nichts riskieren.
  • Hamilton enttäuscht aktuell im Ferrari, im WM-Ranking liegt er nur auf Rang 6.

Der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat Rekordweltmeister Lewis Hamilton ein baldiges Karriereende empfohlen. «Er würde sich selbst betrügen, wenn er weitermacht. Er sollte jetzt aufhören», sagte der 94-jährige Brite der britischen Zeitung «Daily Mail» über seinen Landsmann und Weggefährten.

«Wenn ich ihn betreuen würde, würde ich jetzt direkt mit Ferrari verhandeln und sagen: ‹Wenn Sie jemanden haben, der Lewis ersetzt, wird er zurücktreten.›»

«Hätte es schon vor einer Weile tun sollen»

Der 40 Jahre alte Hamilton hat beim italienischen Traditionsrennstall grosse Probleme, an die Erfolge aus der Vergangenheit anzuknüpfen. Nach insgesamt sieben WM-Titeln hatte er sich im vergangenen Jahr dazu entschieden, von Mercedes den spektakulären Schritt zur Scuderia zu machen. Von einem weiteren Triumph oder gar nur einem Rennsieg ist der Altmeister aber derzeit weit entfernt.

lewis hamilton
Das gewohnte Bild in dieser Saison: Lewis Hamilton im Ferrari fährt nur hinterher. - keystone

«Lewis ist müde. Er macht das, was er immer macht, schon ewig. Er braucht endlich eine Pause, einen Neustart, um etwas völlig anderes zu machen», sagte Ecclestone, der keinen Zweifel an Hamiltons grossem Talent hat: «Er glaubt es vielleicht nicht, aber er wird sich im Ruhestand nach seiner Karriere bald daran gewöhnen, andere Dinge abseits des Motorsports zu tun. Ich denke, er hätte es schon vor einer Weile tun sollen.»

Sieben Titel sind völlig genug

Zuletzt zeigte sich Hamilton oft frustriert von den eigenen Fehlern und zweifelte stark an seinem eigenen Können. In der WM-Wertung ist er zur Sommerpause mit grossem Rückstand hinter der Spitze nur Sechster und zeigt schwächere Leistungen als Teamkollege Charles Leclerc, der am Samstag in Ungarn sogar auf die Pole Position gerast war.

Ecclestone sieht für Hamilton keinen Grund mehr, etwas zu riskieren, schon gar nicht seine Gesundheit. «Er muss das Risiko nicht länger eingehen. Er hat sieben Weltmeistertitel gewonnen, und das ist völlig genug», sagte der Mann, der bis 2017 rund 40 Jahre die Geschicke der Formel 1 lenkte, bevor die neuen Eigentümer aus den USA übernahmen. Hamilton soll nach dieser Saison noch zwei weitere Jahre an Ferrari gebunden sein.

Kommentare

User #3296 (nicht angemeldet)

Hätte ja noch gefehlt, wenn er mit dem damals seit Jahren konkurrenzlos schnellsten Auto auch noch einen achten Titel eingefahren hätte. Diese Zeiten sind glücklicherweise endlich vorbei und man sieht jetzt ja, was er mit dem Ferrari zustande bringt…

User #3382 (nicht angemeldet)

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