WM 2026: Das hat Nati-Coach Yakin Vorgänger Petkovic voraus
Wer zieht in der Nacht auf Freitag in den Achtelfinal der WM 2026 ein? Die Nati trifft auf Algerien – auf der Nau.ch-Sportredaktion ist man sich nicht einig.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Freitag um 5 Uhr spielt die Schweizer Nati im WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien.
- Damit trifft das Yakin-Team auf Ex-Trainer Vladimir Petkovic.
Für die Nati startet in der Nacht auf Freitag die K.o-Phase an der WM 2026: Um 5 Uhr Schweizer Zeit trifft das Yakin-Team in Vancouver auf Algerien.
Für die Schweiz kommt es damit zum Treffen mit Ex-Trainer Vladimir Petkovic. Sieben Jahre steht er als Nati-Trainer an der Seitenlinie, führt sein Team gar in einen EM-Viertelfinal.
Vorteil Schweiz – oder Vorteil Algerien? Welches Team zieht in den Achtelfinal der WM 2026 ein? Bei Nau.ch ist man sich nicht einig.
Christoph Böhlen, Sportchef
«Der missglückte Start in die WM 2026 hat die Nati so richtig geweckt. Auf das 1:1 gegen Katar reagiert die Schweiz mit Siegen über Bosnien und Kanada. Und ist damit richtig auf Kurs.

Das Selbstvertrauen stimmt, mit Johan Manzambi hat die Nati einen der aufstrebenden Stars dieser WM in ihren Reihen. Zudem war die Pause seit dem letzten Gruppenspiel lang: Die Batterien sind aufgeladen – und die Nati-Scouts konnten Murat Yakin und seinen Staff über den nächsten Gegner aufklären.

Und da sind wir schon beim Punkt: Klar, kennt Vladimir Petkovic sein Ex-Team bestens. Viele Spieler waren schon unter ihm dabei. Und Stars wie Granit Xhaka haben unter ihm den endgültigen Durchbruch in der Nati geschafft.
Im Gegenzug kennt aber auch unsere Nati ihren Ex-Trainer. Sie wissen, worauf Petkovic Wert legt. Und finden mit den Anweisungen und dem Game-Plan von Murat Yakin bestimmt die richtigen Lösungen für den Achtelfinal-Einzug.

Denn im Vergleich der beiden Trainer geht Yakin als Sieger hervor: In fünf Duellen in der Super League gewinnt Muri zwei von fünfmal, die restlichen Partien enden unentschieden. Einen Sieg gegen Yakin feierte Petkovic nie – und das bleibt auch am frühen Freitagmorgen so.»

Mathias Kainz, Sport-Redaktor
«Ich habe ein ungutes Gefühl vor dem Nati-Duell mit Algerien, und nicht erst seit dem 3:3 meiner Österreicher. Dabei müsste auf dem Papier eigentlich alles für die Schweiz sprechen.
Dass die Nati sportlich deutlich höher einzuordnen ist als Österreich, das steht ausser Frage. Dass Murat Yakin auf das miserable 1:1 gegen Katar richtig stark reagiert hat, ebenfalls.

Aber an der WM 2026 gelten andere Gesetze – man frage die Deutschen und die Holländer. Eine Favoritenrolle allein ist bei weitem kein Argument für ein Weiterkommen in der KO-Phase.
Was in meinen Augen für Algerien spricht: Die Mannschaft von Vladimir Petkovic hat sich nach der 0:3-Abfuhr gegen Argentinien zum WM-Auftakt richtig stark erholt. Und gegen Österreich wäre der späte Siegtreffer auch mehr als verdient gewesen.

Und spätestens seit dem Sieg der Nati über Kanada wird niemand – Petkovic eingeschlossen – Johan Manzambi unterschätzen. Die Geheimwaffe, die der WM-Senkrechtstarter bislang dargestellt hat, ist damit weg.
Kann Manzambi trotzdem ein Schlüsselspieler für Yakin sein? Definitiv. Aber Algerien wird alles daran setzen, ihn zu neutralisieren – und ohne ihn fehlt der Nati der Unterschiedsspieler. Dann wird es ganz heikel.»

















