WM 2026: Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer – der Anti-Nagelsmann?
Nach dem blamablen Ausscheiden an der WM 2026 wird beim DFB umgebaut: Julian Nagelsmann muss seinen Posten räumen, der Verband verhandelt mit Jürgen Klopp.

Das Wichtigste in Kürze
- Jürgen Klopp soll Julian Nagelsmann als deutscher Bundestrainer beerben.
- Der 59-Jährige hat Interesse signalisiert – die Gespräche laufen.
- Klopp wäre die Antithese zu Nagelsmann. Macht ihn das zur optimalen Lösung?
Nach knapp drei Jahren – zwei Jahre vor dem geplanten Vertragsende – muss Julian Nagelsmann seinen Schreibtisch beim DFB räumen: Der 38-Jährige tritt wenige Tage nach der Sechzehntelfinal-Blamage an der WM 2026 gegen Paraguay zurück. Das hat der Verband am Freitag offiziell bestätigt.

Insgesamt dürfte beim DFB nach der erneuten WM-Enttäuschung kein Stein auf dem anderen bleiben: Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig (63) räumt per Jahresende seinen Posten. Und auch Sportdirektor Rudi Völler (66) ist nach der dritten Endrunde in Folge ohne KO-Phasen-Sieg zumindest angezählt.
DFB bemüht sich nach WM 2026 um «Kloppo»
Wie es in der Führungsetage beim deutschen Verband nach der WM 2026 weitergeht, ist noch offen. Sicher ist: Nach dem Nagelsmann-Aus beginnt die Suche nach einem Nachfolger für das vakante Amt als Bundestrainer. Und mit Jürgen Klopp gibt es einen klaren Favoriten – mit dem bereits die Gespräche laufen.

«Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert», teilt der DFB mit. Der 59-Jährige ist aktuell bei Red Bull als «Head of Global Soccer» angestellt.
Ein «Anti-Nagelsmann» als neuer Bundestrainer?
Klopp ist in vielerlei Hinsicht das krasse Gegenteil zu Nagelsmann – und vielleicht genau die richtige Besetzung? Der 59-Jährige ist in Deutschland nicht nur extrem populär, er nimmt sich auch nie ein Blatt vor den Mund. Nicht zuletzt die mangelhafte Kommunikation war Nagelsmann zuletzt vermehrt vorgeworfen worden.
Klopp ist aber auch sportlich eine Antithese zu Nagelsmann: Bei Liverpool setzte er auf ein offensiv ausgerichtetes, spielerisch aggressives System – deutlich aktiver orientiert als Nagelsmanns DFB-Elf. Spielertypen wie Jamal Musiala, Kai Havertz oder Florian Wirtz kämen in Klopps bevorzugtem 4-3-3 wohl deutlich besser zur Geltung.

Zudem gilt der Ex-Liverpool-Trainer als absoluter Erfolgs-Lieferant: Mit den Reds holte er die Champions League und beendete das lange Warten auf einen Premier-League-Titel. Borussia Dortmund führte er davor zu zwei Meistertiteln inklusive Double in der Saison 2011/12.
















