Wiederwahl bei FIFA: Deutsche verweigern Infantino die Unterstützung
Gianni Infantino sammelt Unterschriften für seine Wiederwahl als Präsident der Fifa. Der Deutsche Fussball-Bund geht darauf aber nicht ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino strebt 2027 die Wiederwahl als Fifa-Präsident an.
- Ein Unterstützungsschreiben wird vom DFB aber bewusst nicht unterschrieben.
- Der 56-Jährige wird nicht erst seit einem Telefonat mit Donald Trump kritisch gesehen.
Seit über zehn Jahren ist Gianni Infantino an der Spitze des Fussball-Weltverbands Fifa. Und in dieser Position will der 56-jährige Schweizer gerne bleiben: Im März 2027 strebt Infantino am Kongress in Rabat (Marokko) seine Wiederwahl an.

Für dieses Vorhaben gibt es offenbar bereits ein Unterstützungsschreiben, mit dem um Unterschriften geworben wird. Eine solche Unterschrift hat der Deutsche Fussball-Bund (DFB) verweigert, wie «Bild» schreibt.
Trump-Einflussnahme in «Causa Balogun»?
Demnach lassen die Deutschen noch offen, wie sie sich bei der Präsidentschaftswahl positionieren. Gianni Infantino ist nicht erst seit der «Causa Balogun» umstritten.

Dem Fifa-Präsidenten wird vorgeworfen, bei der Aufhebung einer Rot-Sperre von US-Stürmer Balogun Einfluss genommen zu haben. Demnach soll US-Präsident Donald Trump mit einem Telefon an Infantino direkten Einfluss genommen haben.
Beschwerde gegen Infantino beim IOC
Die Menschenrechtsorganisation FairSquare hat beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mittlerweile Beschwerde gegen Infantino eingelegt. Der Vorwurf: Die Regeln zur politischen Neutralität seien missachtet worden.
Trotz allem scheint die Wiederwahl Infantinos bis 2032 sehr wahrscheinlich. In Afrika, Asien und Südamerika geniesst der Schweizer in Diensten der Fifa weiterhin grossen Rückhalt.
















