Sepp Blatter will eine Frau als Infantino-Nachfolgerin
Wer könnte bei der Fifa für Gianni Infantino (56) übernehmen? Sepp Blatter (90) spricht sich für Lise Klaveness (45) aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Sepp Blatter spricht sich für eine Frau als Fifa-Präsidentin aus.
- Lise Klaveness sei die Einzige, die jeweils klar Stellung bezogen habe.
- Gianni Infantino ist derzeit unter Druck. Klaveness ist Norwegens Fussball-Präsidentin.
«Bei der Fifa ist die Zeit reif dafür, dass eine Frau die Führung übernimmt.» Sepp Blatter (90) schaltet sich ins Rennen um das Erbe von Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) ein!

Der Vorgänger von Infantino schreibt auf der Plattform X weiter: «Lise Klaveness verdient grössten Respekt. Sie war die Einzige, die stets klar Stellung bezogen und sich nicht dem Mainstream angeschlossen hat.»

Sepp Blatter bringt Klaveness, Norwegens Fussball-Verbandspräsidentin, kurz nach den jüngsten Turbulenzen um Infantino ins Spiel.
Infantinos Investoren-Idee krass gescheitert
Der Fifa-Präsident wollte Anteile an künftigen Weltmeisterschaften an private Investoren verkaufen. Der Aufschrei war riesig. Infantino hat die Idee des «Ausverkaufs des Fussballs», so die Kritik, mittlerweile zurückgezogen.
Die Opposition will Gianni Infantino nun loswerden. Infantino soll heute zur Krisensitzung aufgerufen haben.
Aktuell gibt es noch keinen offiziellen Gegenkandidaten für die Wahlen im nächsten Jahr. Bis zum 18. November können Bewerbungen eingereicht werden.
Wer ist Lise Klaveness?
Sepp Blatter spricht sich für sie aus: Klaveness zeigt stets klare Kante
Die ehemalige norwegische Nationalspielerin (73 Länderspiele) arbeitete nach ihrem Karriereende als Juristin. Nun ist sie seit mehr als vier Jahren an der Spitze von Norwegens Fussballverband. Seit 2025 gehört die 45-Jährige dem Uefa-Exekutivkomitee an.

Sie gilt als eine der prominentesten Fifa- und Infantino-Kritikern. Beim Fifa-Kongress 2022 attackierte Klaveness die Führung wegen Menschenrechtsfragen, fehlender Transparenz und ausbleibenden Reformen öffentlich.
Auch politisch bezieht die Norwegerin klar Stellung. So kündigte sie letztes Jahr an: Die Einnahmen aus dem WM-Qualispiel zwischen Norwegen und Israel sollen humanitären Projekten im Gazastreifen zu Gute kommen. Auch sprach sie sich für Sanktionen gegen Israel aus.
Verheiratet mit ehemaliger Team-Kollegin
Privat ist Klaveness mit Ingrid Camilla Fosse Sæthre verheiratet. Die beiden waren einst Teamkolleginnen beim Verein Stabæk Fotball und haben drei Söhne.
Es ist nicht auszuschliessen, dass ihre sexuelle Orientierung einen Einfluss auf eine allfällige Wahl zur Fifa-Präsidentin hätte. Homosexualität ist in manchen der 211 Mitgliedsverbände noch immer verpönt.












