Sepp Blatter rät Fans von Reise an WM in USA ab
Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter rät Fussball-Fans, der diesjährigen WM in den USA fern zu bleiben. Es gebe Sicherheitsbedenken, warnt er.

Das Wichtigste in Kürze
- In diesem Jahr findet die Fussball-WM unter anderem in den USA statt.
- Ein Schweizer Korruptionsexperte riet Fans unlängst: «Bleibt weg von den USA!»
- Eine Warnung, die auch Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter stützt.
Rund um die Fussball-WM 2026 mehrt sich die Kritik.
Vor kurzem forderten deutsche Politiker, die deutsche Fussballnationalmannschaft möge die WM boykottieren. Dies in Bezug auf Donald Trumps Annexionspläne gegenüber Grönland.
Zudem fürchten sie auch um die Sicherheit der Fans: «Unter welchen Bedingungen diese Spiele angepfiffen werden sollen, ist völlig unklar. Was bei einer Einreise in die USA mit Fans passieren kann, ebenfalls.»
Rat an Fans: «Bleibt weg von den USA!»
Auch der Schweizer Korruptionsexperte Mark Pieth hält es für unsicher, ob in den USA aktuell eine Fussball-WM stattfinden sollte.
«Das Land selbst ist in einem gewaltigen Aufruhr.» Für Fans gebe es deshalb nur einen Rat. «Bleibt weg von den USA!», erklärt er dem «Tages-Anzeiger».
Es gebe eine Marginalisierung politischer Gegner. Zudem gebe es Übergriffe durch die Einwanderungsbehörde ICE. «Das macht einen als Fan nicht an, dahin zu reisen.»
Sepp Blatter kritisiert Fussball-WM in den USA
Pieth geht gar noch weiter: «Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein autoritär werdender Staat.»
Der Ex-Korruptionsbeauftragte der Fifa kriegt prominente Rückendeckung. Kein geringerer als Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter stützt Pieths Warnung.

Auf X zitiert der selbsternannte «Fussballphilosoph» sowohl auf englisch als auch auf französisch Pieths Aussage.
Und schreibt dazu: «Ich glaube, Mark Pieth hat recht, wenn er diese WM in Frage stellt.»
Blatter: «Es gibt zu viel Fussball»
Es ist nicht das erste Mal, dass Sepp Blatter die Fifa kritisiert. Bereits im Juli monierte er gegenüber «N-TV»: «Wir haben den Fussball an Saudi-Arabien verloren.»
Man habe ihn den Saudis offeriert «und die haben ihn genommen», erklärte Sepp Blatter damals. «Und erstaunlicherweise gibt es innerhalb der Fifa keine Opposition dagegen.»
Auch kritisierte Sepp Blatter unlängst die von der Fifa ausgetragene Klub-WM. Und die vielen Spiele, die damit einhergehen. «Es gibt zu viel Fussball.»















