AfD-Unterstützer zeigt Mike Müller wegen Nazi-Spruch an
Die AfD in Sachsen-Anhalt gilt als gesichert rechtsextrem. Mike Müller bezeichnet ihre Wähler darum als Nazis – und wird angezeigt.

Das Wichtigste in Kürze
- Peter Müller, der Sohn des Müllermilch-Gründers, habe laut «SonntagsBlick» Anzeige gegen den Satiriker Mike Müller wegen eines Posts auf X erstattet.
- Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigt den Eingang der Anzeige.
- Mike Müller verteidigt seinen Post mit der Einstufung der AfD als rechtsextrem.
Schauspieler und Satiriker Mike Müller ist wegen seines Posts zur AfD-Wahl in Sachsen-Anhalt angezeigt worden. Der Vorwurf: Verleumdung.
Er hat eine Million Wählerinnen und Wähler als Nationalsozialisten bezeichnet. Darüber berichtet der «Sonntagsblick».

Auf der Plattform X hat der Solothurner Schauspieler nach der Wahl geschrieben: «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.»
Milch-Erbe hat Müller angezeigt
Hinter der Anzeige steht Peter Müller (46). Er ist der Sohn von Müllermilch-Gründer Theo Müller und wie sein Vater ein bekennender AfD-Wähler.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat den Eingang einer Anzeige wegen Verdachts auf Verleumdung, übler Nachrede und Beschimpfung bestätigt, schreibt die Zeitung.

Peter Müller lebt seit zehn Jahren im Kanton Zürich und ist deutscher Staatsbürger. Mit der Regierung in Berlin sei er unzufrieden und hoffe auf einen politischen Umbruch in der Bundesrepublik.
Gegenüber der Zeitung sagt er: «Ich finde es schockierend, wie Mike Müller Wähler einer demokratischen Partei pauschal mit den schlimmsten Verbrechen der deutschen Geschichte gleichsetzt».
Mike Müller bleibt entspannt
Trotz gleichem Namen hat Satiriker Mike Müller mit dem Müllermilch-Clan nichts am Hut. Im Gegenteil.
«Ich sage nicht einzelnen Personen, dass sie Nazis sind», sagte Mike Müller gegenüber der Zeitung.
Er verweist darauf, dass die AfD in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werde.












