«Diktatur»: Sepp Blatter schiesst scharf gegen Fifa und Infantino
Zum wiederholten Mal kritisiert Sepp Blatter seinen Nachfolger Gianni Infantino vor. Dieser habe vergessen, «dass die Essenz der Fifa das Spiel ist».

Das Wichtigste in Kürze
- Sepp Blatter äussert erneut kritische Worte zur Fifa und deren Präsident.
- Zur anstehenden WM sagt der 90-Jährige: «es schert sich niemand du um Nachhaltigkeit.»
Ziemlich genau einen Monat dauert es noch, bis die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada beginnt. Nicht nur die Endrunde steht öfters in der Kritik, auch gegen den Fussball-Weltverband wird von allen Seiten geschossen.
Auch der einstige Präsident der Fifa, Sepp Blatter, äussert sich zur aktuellen Lage. «Der Präsident, der jetzt da ist, der redet nur noch mit Staatschefs. Er reist mit Jets um die Welt und hat vergessen, dass die Essenz der Fifa das Spiel ist», sagt er gegenüber dem ZDF.
«Fifa ist eine Diktatur»
Der 90-Jährige findet gar noch deutlichere Worte: «Die Fifa ist im Moment eine Diktatur. Alles, was der Präsident sagt, wird gemacht. Und alles andere wird zum Schweigen gebracht.»

Zur bevorstehenden Endrunde meint Blatter: «Diese WM, die jetzt da kommt, da schert sich niemand um Nachhaltigkeit. Wenn ich noch da wäre, wäre das nicht passiert.»
Blatter war von 1998 bis 2015 Präsident der Fifa. Im Zuge von Korruptionsermittlungen trat er ab und wurde später von Gianni Infantino abgelöst.














