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    «Nicht zuständig»: IOC lehnt Beschwerde gegen Infantino ab

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Lausanne,

    Eine Menschenrechtsorganisation wirft Gianni Infantino vor, gegen die politische Neutralität verstossen zu haben. Das IOC aber lehnt die Beschwerde ab.

    infantino
    Gianni Infantinos Nähe zu Donald Trump sorgt für Kritik. Das IOC lehnt eine Beschwerde aber ab. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gianni Infantinos Nähe zu Donald Trump missfällt einer Menschenrechtsorganisation.
    • Sie sieht Verstösse gegen die politische Neutralität.
    • Eine Beschwerde beim IOC wurde aber wegen fehlender Zuständigkeit abgelehnt.

    «Unabhängig von politischen und kommerziellen Interessen» haben Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu handeln. Das geloben sie jeweils bei ihrer Vereidigung.

    Auch Gianni Infantino ist kraft seines Amtes Mitglied im IOC. Er vertritt dort die Interessen des Fussballs. Ob der Walliser unabhängig von politischen und kommerziellen Interessen sowie politisch neutral handelt, ist umstritten.

    Deshalb hat die Menschenrechtsorganisation «FairSquare» eine Beschwerde eingereicht. Weil Infantino Donald Trump die politische Unterstützung bekundet habe, habe er gegen die IOC-Regeln verstossen, argumentiert die Organisation. Insgesamt beklagt sie fünf Verstösse mit «überzeugenden Beweisen».

    Die Organisation kritisiert, dass Infantino dem US-Präsidenten den neu eingeführten Friedenspreis überreicht hat. Auch das Engagement der Fifa in Trumps Friedensrat und Infantinos Auftritt mit einer roten Kappe im «Maga»-Style werden kritisiert.

    Soll Gianni Infantino weiterhin Präsident der Fifa sein?

    Neben den fünf belegbaren Verstössen kommt auch der Fall Balogun dazu: Der US-Stürmer wurde bei der WM 2026 vom Platz gestellt. Die Fifa entschied aber, die Sperre auszusetzen, was gemäss den Regeln erlaubt, jedoch äusserst selten ist.

    Donald Trump gab offen zu, dass er Infantino angerufen und darum gebeten habe, die Sperre aufzuheben. Die Fifa betont, dass ihre Justizorgane unabhängig agierten.

    Beim IOC wurde die Beschwerde entgegengenommen – und abgelehnt. Die Eingabe falle nicht in den Zuständigkeitsbereich der IOC-Ethikkommission, lautet die Begründung. Jeder Fachverband sei unabhängig.

    Olympia 2028 findet in Los Angeles statt

    Immerhin zum Friedensrat hat sich das IOC schon geäussert: Präsidentin Kirsty Coventry sagte, Infantino habe mit dem Auftritt nicht gegen Fifa-Regeln verstossen. Und die Partnerschaft mit dem Friedensrat stehe «ganz im Einklang mit der Rolle eines Sportverbands».

    Nach der WM 2026 werden die USA in zwei Jahren einen weiteren Sport-Grossanlass ausrichten: 2028 – und kurz vor Ablauf von Trumps zweiter Amtszeit – finden die Olympischen Spiele in Los Angeles statt.

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    Kommentare

    User #5999 (nicht angemeldet)

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    User #4610 (nicht angemeldet)

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